Tagebuch Nikiti
Verfasst: 09.05.2017, 10:42
Teil 1.
Goodmates und Hafengold Film in Nikiti
Hier der versprochene Bericht über fünf ereignisreiche Tage in Nikiti.
Wie schon sehr lange geplant, brauchen wir eine neue, modernere Homepage. Ein Ansatz wurde vor über einem Jahr mit zwei Männern gemacht, führte aber nicht zum Erfolg.
Im November erzählte ich meinem Sohn Christian davon und spontan erklärte er sich bereit mit seiner Agentur GOODMATES eine Homepage für uns zu erstellen.
Damals dachte ich noch, er klöppelt uns mit unserem Material eine neue Seite zusammen. Aber weit gefehlt: Wir waren bei den Profis gelandet.
Im Dezember fuhr ich nach Hamburg, um mir die Entwürfe anzuschauen und die zuständigen Mitarbeiter kennenzulernen.
Zwei Varianten wurden mir vorgestellt und der Vorstand entschied sich für Variante 1, von der wir glauben, dass sie besser zu uns passt und unsere Mitglieder besser erreicht.
Dann wurde die Idee geboren, dass drei der Mitarbeiter sich die Station anschauen und man versuchen wollte, eine Filmgesellschaft für dieses Projekt zu gewinnen.
Und es gelang: Hafengold Film aus Hamburg war bereit, sich zu beteiligen und mit voller Ausstattung nach Griechenland zu reisen.
Schon bald wurde ein gemeinsamer Termin gefunden, bei dem es auch eine Schön-Wetter-Garantie gab, nämlich der Monat Mai.
Das Haus von Nikos Mutter wurde gebucht, ich bekam das angebaute Appartement und so startete unsere Arbeitswoche auf der Station am 2. Mai.
Meike nahm meine drei Hunde und so wusste ich sie in den besten Händen.
Schon vor dem Flug buchte ich am Airport Thessaloniki einen größeren Wagen und so trafen wir uns, fünf Männer aus Hamburg, ein Niko aus Nikiti und eine Tina aus Wuppertal in Griechenland.
Wir richteten uns schnell in dem Haus ein und dann ging es auf die Station.
Dort wurden wir sehr freundlich von Samira, Heidi und Yanni begrüßt.
Ich muß wirklich betonen: Die Heidi war in den Tagen eine Riesenhilfe. Immer hilfsbereit, immer fahrbereit, immer erklärend, mal eben eine Spülmaschine ausräumen, mal eben Brot holen, Kaffe kochen..einfach da.
Liebe Heidi, ich möchte mich bei Dir von ganzem Herzen bedanken: Du bekommst von mit einen riesigen, virtuellen Blumenstrauß.
_________________
Liebe Grüße Tina
--------------------------------------------------------------------------------
Nach einem gemütlichen Abendessen und einem ersten Kennenlernen verabschiedeten wir uns und fuhren ins Haus, um zu schlafen, da der nächste Tag schon sehr früh mit einem Interview beginnen sollte.
Treffpunkt für das Team war um 8 Uhr auf der Terrasse von dem Haus, in dem wir wohnten.
Als ich kam, waren die Filmleute schon in voller Aktion.
Da ich so etwas noch nie erlebt habe, war ich fasziniert von den Gerätschaften, die aus Deutschland mitgenommen worden waren.
Mehrere Kameras waren auf mich gerichtet, Mikrofone wurden ausprobiert, immer wieder ging es um das Licht. Knut und Buddy von Hafengold Film schmissen mit Fachausdrücken um sich, Christian Petersen saß mit einem Fragenkatalog vor mir, Thorben machte schon Fotos fürs Internet und der arme Andy versuchte, mir die Sonne vom Gesicht zu halten.
Ich wurde verkabelt und dann wurde ein vorbereiteter Fragenkatalog abgearbeitet.
Klappe 1:
Es ging um die Entstehung des Vereins, die Arbeit in Deutschland, die Hundevermittlung, die Schwierigkeiten, immer wieder Leute zu finden, die uns langfristig unterstützen.
Es wurde über unsere Genehmigungen für das Auto, für die Transporte, die Flugpaten, die Unterbringungen in privaten Pflegestellen und in Tierheimen gesprochen.
Das ganze Interview ging über zwei Stunden
Jetzt brauchte ich aber wirklich einen Kaffee und so fuhren wir zu einem gemeinsamen Frühstück auf die Station.
Danach wurde die alltägliche Arbeit gefilmt, das Füttern, Reinigen und Versorgen.
Am Tor stand eine junge Dame, die einen Welpen gefunden hatte und Ratschläge für die Fütterung brauchte, ein Bienenschwarm stach zwei der Hund in den Kopf, dass sie bis zur Unkenntlichkeit anschwollen und schnell mit Kortison reagiert werden mussten.
Inzwischen hatte auch jeder der Männer einen Lieblingshund gefunden.
Christian puschelte Havanna, Knut überlegte mit einem Jagdhund für Freunde, Thorben liebte sie alle und Andy verstand sich selbst mit den schüchternsten Kandidaten.
So verlief der Tag mit Interviews, Außenaufnahmen und Notfällen.
Am Abend verschwand ich sehr früh im Bett, da für den nächsten Tag ein Gespräch mit den Bürgermeistern anstand und ich dafür ausgeschlafen sein wollte.
Liebe Grüße Tina
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Besuch beim Bürgermeister:
Am Donnerstag, um 11 Uhr, hatten wir dann einen festen Termin bei den Bürgermeistern der umliegenden Dörfern und Städten.
Das war eigentlich der wichtigste Teil meines Besuches.
Dazu muß man erklären, dass es im Moment verhärtete Fronten gab. Immer wieder wurden Transporte nicht genehmigt, wir sollten uns um jeden Hund kümmern, der aufgegriffen wurde, bekamen aber keinerlei geldliche Unterstützung. Eine Tierärztin wurde von der Gemeinde ausgesucht, bei der man nur schreiend weglaufen konnte. Samiras Vorschlag, einen anderen Tierarzt zu nehmen, wurde verworfen. Man entzog uns die Genehmigung für den OP und so konnte nicht mehr kastriert werden usw.
Da die Gemeinde wenig von unserem Einsatz in Deutschland weiß und auch keine Personen kennt, wurde Frau M als 1. Vorsitzende angekündigt.
Mein Ordner mit allen Zertifikaten und Genehmigungen hatte ich mitgebracht.
Um zehn Uhr trafen wir uns bei Samira. Anwesend war noch Eleni, eine Freundin, die auch Gesetzestexte in Griechisch gut verstehen und erklären kann.
Wir fassten noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen und fuhren dann zum Rathaus, begleitet von der Kamera.
Die Presseleute durften nicht mit in das Gebäude.
Wir kamen in einen Raum mit zwei Bürgermeistern und einer Beisitzerin und ich wurde aufgefordert, unsere deutsche Seite zu erzählen.
Ich berichtete von unseren 400 Mitgliedern, 800 Spendern und unseren Sorgen, dass so viele ungeklärte Dinge im Raum stehen.
Ich erzählte von der Dankbarkeit der Touristen, denen geholfen werden konnte und von meiner Bitte, heute Lösungen zu finden.
Wir trafen auf offenen Ohren.
Der Oberbürgermeister sagte uns sofort zu, dass Samiras Wunschtierarzt Costa für unsere Station zuständig sei.
Wir dürfen ( hoffentlich hält er die Versprechen ein ) Transporte fahren. Das wurde sofort telefonisch von ihm mit Thessaloniki abgeklärt.
Er sagte uns geldliche Unterstützung für Futter und Medikamente zu.
Der längste und wichtigste Punkt aber war die Unterbringung der gefundenen Tiere, wenn unsere Kapazitäten nicht reichen.
Nach einer sehr lautstarken Diskussion ( ich verstand ja ein Wort ) und manchen abstrusen Vorschlägen, einigte man sich, dass man in jedem der Dörfer einen Raum schaffen will, wo die Tiere versorgt werden, bis es nach Transporten auf unserer Station wieder Platz gibt.
Nach über zwei anstrengenden Stunden verließen wir das Gebäude und der Oberbürgermeister ließ sich von der Mannschaft filmen, während er unsere Hände schüttelte.
Wieder auf der Station zurück wurde weiter interviewt und fotografiert.
Am Abend gab es ein köstliches Essen, gekocht von unserem Yanni.
Dann war auch schon der dritte Tag vorbei und wir fielen todmüde ins Bett.
_________________
Liebe Grüße Tina
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Tag 4:
Heute war der wichtigste Punkt für mich, einen Weg zu finden, dass auf der Station genug Mitarbeiter sind, wir aber die Kosten von Deutschland aus stemmen können.
Mit den sehr jungen Mitarbeitern des sozialen Jahres haben wir von beiden Seiten nicht so gute Erfahrung gemacht.
Oft waren sich diese jungen Abiturienten nicht bewusst, welche harte, ermüdende Arbeit auf sie zu kam.
Sie sitzen dort irgendwo im Nirgendwo ohne Kontakte mit der Bevölkerung, haben wenig Freizeit, oft einen Freund zu Hause und werden irgendwann unglücklich und gehen.
Deshalb haben wir uns entschlossen, mindestens einen Festangestellten zu Samira und Niko anzustellen und vielleicht noch eine Hilfs/Säuberungskraft zu finden.
Unser Ziel ist es, was man im Moment wirklich nicht garantieren kann, dass jeder wirklich einen freien Tag in der Woche bekommt.
Wir haben also zu viert um den Tisch gesessen und beschlossen, dass der Yanni fest eingestellt wird und in Griechenland Ausschau nach einer Reinigungskraft gehalten wird.
Wenn die Transporte, wie versprochen, wieder rollen, wird es wohl mit dieser Mannschaft gehen.
Eins muß ich aber noch sagen: Die Station ist so sauber, dass man vom Fußboden essen kann.
Mancher Haushalt mit einem Hund riecht strenger, als unsere Station in Nikiti.
Am Nachmittag wurde noch ein langes Interview mit Samira gemacht, Gruppenfotos erstellt, alle Welpen, die ich mitnehmen sollte, gebadet.
Nach einem fröhlichen Abendessen in Agios Nikolaos war auch der letzte Tag vorbei.
Jetzt hieß es noch schnell Koffer packen, weil Aufstehen am Samstag für fünf Uhr angesetzt war.
Liebe Grüße Tina
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Samstag
Der Samstag begann sehr früh. Der Wecker ging um fünf Uhr (nach unserer Zeit vier Uhr), da die letzten Aufnahmen auf der Station gemacht werden sollten.
Die fünf gebadeten Hunde und das kleine Cora-Ding wurden eingeladen.
Ja, eigentlich könnte ich ja zu eine sehr schönen Abschluss kommen, wenn es nicht Aegean-Airlines und die Polizei am Flughafen gäbe.
Ihr ahnt es schon: Die Hunde, bis auf Cora, wurden nicht mitgenommen!
Ein Datum im Impfausweis gefiel nicht und Niko musste alle Hunde wieder mit auf die Station nehmen.
Nur Baby Cora flog, da mit Eurowings, nach Hamburg.
Die Woche war toll, die Mannschaft war toll…..nur ein Wermutstropfen kam zum Schluß.
So, meine Lieben, ich hoffe, Ihr wart mit meiner Berichterstattung zufrieden.
Gruß Tina
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Goodmates und Hafengold Film in Nikiti
Hier der versprochene Bericht über fünf ereignisreiche Tage in Nikiti.
Wie schon sehr lange geplant, brauchen wir eine neue, modernere Homepage. Ein Ansatz wurde vor über einem Jahr mit zwei Männern gemacht, führte aber nicht zum Erfolg.
Im November erzählte ich meinem Sohn Christian davon und spontan erklärte er sich bereit mit seiner Agentur GOODMATES eine Homepage für uns zu erstellen.
Damals dachte ich noch, er klöppelt uns mit unserem Material eine neue Seite zusammen. Aber weit gefehlt: Wir waren bei den Profis gelandet.
Im Dezember fuhr ich nach Hamburg, um mir die Entwürfe anzuschauen und die zuständigen Mitarbeiter kennenzulernen.
Zwei Varianten wurden mir vorgestellt und der Vorstand entschied sich für Variante 1, von der wir glauben, dass sie besser zu uns passt und unsere Mitglieder besser erreicht.
Dann wurde die Idee geboren, dass drei der Mitarbeiter sich die Station anschauen und man versuchen wollte, eine Filmgesellschaft für dieses Projekt zu gewinnen.
Und es gelang: Hafengold Film aus Hamburg war bereit, sich zu beteiligen und mit voller Ausstattung nach Griechenland zu reisen.
Schon bald wurde ein gemeinsamer Termin gefunden, bei dem es auch eine Schön-Wetter-Garantie gab, nämlich der Monat Mai.
Das Haus von Nikos Mutter wurde gebucht, ich bekam das angebaute Appartement und so startete unsere Arbeitswoche auf der Station am 2. Mai.
Meike nahm meine drei Hunde und so wusste ich sie in den besten Händen.
Schon vor dem Flug buchte ich am Airport Thessaloniki einen größeren Wagen und so trafen wir uns, fünf Männer aus Hamburg, ein Niko aus Nikiti und eine Tina aus Wuppertal in Griechenland.
Wir richteten uns schnell in dem Haus ein und dann ging es auf die Station.
Dort wurden wir sehr freundlich von Samira, Heidi und Yanni begrüßt.
Ich muß wirklich betonen: Die Heidi war in den Tagen eine Riesenhilfe. Immer hilfsbereit, immer fahrbereit, immer erklärend, mal eben eine Spülmaschine ausräumen, mal eben Brot holen, Kaffe kochen..einfach da.
Liebe Heidi, ich möchte mich bei Dir von ganzem Herzen bedanken: Du bekommst von mit einen riesigen, virtuellen Blumenstrauß.
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Liebe Grüße Tina
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Nach einem gemütlichen Abendessen und einem ersten Kennenlernen verabschiedeten wir uns und fuhren ins Haus, um zu schlafen, da der nächste Tag schon sehr früh mit einem Interview beginnen sollte.
Treffpunkt für das Team war um 8 Uhr auf der Terrasse von dem Haus, in dem wir wohnten.
Als ich kam, waren die Filmleute schon in voller Aktion.
Da ich so etwas noch nie erlebt habe, war ich fasziniert von den Gerätschaften, die aus Deutschland mitgenommen worden waren.
Mehrere Kameras waren auf mich gerichtet, Mikrofone wurden ausprobiert, immer wieder ging es um das Licht. Knut und Buddy von Hafengold Film schmissen mit Fachausdrücken um sich, Christian Petersen saß mit einem Fragenkatalog vor mir, Thorben machte schon Fotos fürs Internet und der arme Andy versuchte, mir die Sonne vom Gesicht zu halten.
Ich wurde verkabelt und dann wurde ein vorbereiteter Fragenkatalog abgearbeitet.
Klappe 1:
Es ging um die Entstehung des Vereins, die Arbeit in Deutschland, die Hundevermittlung, die Schwierigkeiten, immer wieder Leute zu finden, die uns langfristig unterstützen.
Es wurde über unsere Genehmigungen für das Auto, für die Transporte, die Flugpaten, die Unterbringungen in privaten Pflegestellen und in Tierheimen gesprochen.
Das ganze Interview ging über zwei Stunden
Jetzt brauchte ich aber wirklich einen Kaffee und so fuhren wir zu einem gemeinsamen Frühstück auf die Station.
Danach wurde die alltägliche Arbeit gefilmt, das Füttern, Reinigen und Versorgen.
Am Tor stand eine junge Dame, die einen Welpen gefunden hatte und Ratschläge für die Fütterung brauchte, ein Bienenschwarm stach zwei der Hund in den Kopf, dass sie bis zur Unkenntlichkeit anschwollen und schnell mit Kortison reagiert werden mussten.
Inzwischen hatte auch jeder der Männer einen Lieblingshund gefunden.
Christian puschelte Havanna, Knut überlegte mit einem Jagdhund für Freunde, Thorben liebte sie alle und Andy verstand sich selbst mit den schüchternsten Kandidaten.
So verlief der Tag mit Interviews, Außenaufnahmen und Notfällen.
Am Abend verschwand ich sehr früh im Bett, da für den nächsten Tag ein Gespräch mit den Bürgermeistern anstand und ich dafür ausgeschlafen sein wollte.
Liebe Grüße Tina
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Besuch beim Bürgermeister:
Am Donnerstag, um 11 Uhr, hatten wir dann einen festen Termin bei den Bürgermeistern der umliegenden Dörfern und Städten.
Das war eigentlich der wichtigste Teil meines Besuches.
Dazu muß man erklären, dass es im Moment verhärtete Fronten gab. Immer wieder wurden Transporte nicht genehmigt, wir sollten uns um jeden Hund kümmern, der aufgegriffen wurde, bekamen aber keinerlei geldliche Unterstützung. Eine Tierärztin wurde von der Gemeinde ausgesucht, bei der man nur schreiend weglaufen konnte. Samiras Vorschlag, einen anderen Tierarzt zu nehmen, wurde verworfen. Man entzog uns die Genehmigung für den OP und so konnte nicht mehr kastriert werden usw.
Da die Gemeinde wenig von unserem Einsatz in Deutschland weiß und auch keine Personen kennt, wurde Frau M als 1. Vorsitzende angekündigt.
Mein Ordner mit allen Zertifikaten und Genehmigungen hatte ich mitgebracht.
Um zehn Uhr trafen wir uns bei Samira. Anwesend war noch Eleni, eine Freundin, die auch Gesetzestexte in Griechisch gut verstehen und erklären kann.
Wir fassten noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen und fuhren dann zum Rathaus, begleitet von der Kamera.
Die Presseleute durften nicht mit in das Gebäude.
Wir kamen in einen Raum mit zwei Bürgermeistern und einer Beisitzerin und ich wurde aufgefordert, unsere deutsche Seite zu erzählen.
Ich berichtete von unseren 400 Mitgliedern, 800 Spendern und unseren Sorgen, dass so viele ungeklärte Dinge im Raum stehen.
Ich erzählte von der Dankbarkeit der Touristen, denen geholfen werden konnte und von meiner Bitte, heute Lösungen zu finden.
Wir trafen auf offenen Ohren.
Der Oberbürgermeister sagte uns sofort zu, dass Samiras Wunschtierarzt Costa für unsere Station zuständig sei.
Wir dürfen ( hoffentlich hält er die Versprechen ein ) Transporte fahren. Das wurde sofort telefonisch von ihm mit Thessaloniki abgeklärt.
Er sagte uns geldliche Unterstützung für Futter und Medikamente zu.
Der längste und wichtigste Punkt aber war die Unterbringung der gefundenen Tiere, wenn unsere Kapazitäten nicht reichen.
Nach einer sehr lautstarken Diskussion ( ich verstand ja ein Wort ) und manchen abstrusen Vorschlägen, einigte man sich, dass man in jedem der Dörfer einen Raum schaffen will, wo die Tiere versorgt werden, bis es nach Transporten auf unserer Station wieder Platz gibt.
Nach über zwei anstrengenden Stunden verließen wir das Gebäude und der Oberbürgermeister ließ sich von der Mannschaft filmen, während er unsere Hände schüttelte.
Wieder auf der Station zurück wurde weiter interviewt und fotografiert.
Am Abend gab es ein köstliches Essen, gekocht von unserem Yanni.
Dann war auch schon der dritte Tag vorbei und wir fielen todmüde ins Bett.
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Liebe Grüße Tina
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Tag 4:
Heute war der wichtigste Punkt für mich, einen Weg zu finden, dass auf der Station genug Mitarbeiter sind, wir aber die Kosten von Deutschland aus stemmen können.
Mit den sehr jungen Mitarbeitern des sozialen Jahres haben wir von beiden Seiten nicht so gute Erfahrung gemacht.
Oft waren sich diese jungen Abiturienten nicht bewusst, welche harte, ermüdende Arbeit auf sie zu kam.
Sie sitzen dort irgendwo im Nirgendwo ohne Kontakte mit der Bevölkerung, haben wenig Freizeit, oft einen Freund zu Hause und werden irgendwann unglücklich und gehen.
Deshalb haben wir uns entschlossen, mindestens einen Festangestellten zu Samira und Niko anzustellen und vielleicht noch eine Hilfs/Säuberungskraft zu finden.
Unser Ziel ist es, was man im Moment wirklich nicht garantieren kann, dass jeder wirklich einen freien Tag in der Woche bekommt.
Wir haben also zu viert um den Tisch gesessen und beschlossen, dass der Yanni fest eingestellt wird und in Griechenland Ausschau nach einer Reinigungskraft gehalten wird.
Wenn die Transporte, wie versprochen, wieder rollen, wird es wohl mit dieser Mannschaft gehen.
Eins muß ich aber noch sagen: Die Station ist so sauber, dass man vom Fußboden essen kann.
Mancher Haushalt mit einem Hund riecht strenger, als unsere Station in Nikiti.
Am Nachmittag wurde noch ein langes Interview mit Samira gemacht, Gruppenfotos erstellt, alle Welpen, die ich mitnehmen sollte, gebadet.
Nach einem fröhlichen Abendessen in Agios Nikolaos war auch der letzte Tag vorbei.
Jetzt hieß es noch schnell Koffer packen, weil Aufstehen am Samstag für fünf Uhr angesetzt war.
Liebe Grüße Tina
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Samstag
Der Samstag begann sehr früh. Der Wecker ging um fünf Uhr (nach unserer Zeit vier Uhr), da die letzten Aufnahmen auf der Station gemacht werden sollten.
Die fünf gebadeten Hunde und das kleine Cora-Ding wurden eingeladen.
Ja, eigentlich könnte ich ja zu eine sehr schönen Abschluss kommen, wenn es nicht Aegean-Airlines und die Polizei am Flughafen gäbe.
Ihr ahnt es schon: Die Hunde, bis auf Cora, wurden nicht mitgenommen!
Ein Datum im Impfausweis gefiel nicht und Niko musste alle Hunde wieder mit auf die Station nehmen.
Nur Baby Cora flog, da mit Eurowings, nach Hamburg.
Die Woche war toll, die Mannschaft war toll…..nur ein Wermutstropfen kam zum Schluß.
So, meine Lieben, ich hoffe, Ihr wart mit meiner Berichterstattung zufrieden.
Gruß Tina
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