Adonis und sein Start ins Leben
Verfasst: 07.10.2011, 19:16
Hier die orginal Version geschrieben von seiner Finderin die nicht weggesehen hat wie so viel andere. Ich sehe dich heute noch offt vor meienen Augen an unserem Tor stehen und fühle dieses Glücksgefühl in mir hoch steigen das ich damals hatte als du den Welpen gborgen in deien Armen hieltest.
Danke Stefanie, das du Adonis einen Start in ein lebenswertes Leben geschenkt hast und dir das Recht auf Humanität in der heutigen Zeit nicht hast nehmen lassen.
Liebe Samira,
wie versprochen erzähle ich Dir, wie der kleine Adonis zu uns und dann zu Dir gefunden hat:
Endlich Urlaub. Und endlich im Urlaub angekommen. Genüßlich kaute ich auf einer Olive herum. Balkon mit Meerblick, das Alltagsgrau im Meer abgewaschen, einfach schön. Da neigte sich ein Kopf über die Abtrennung zum anderen Apartment in meine Urlaubsidylle hinein: Ob ich Griechin bin? Nö. Ob ich deutsch spreche? Ja. Ob ich helfen kann? Vielleicht - je nachdem.
So näherte ich mich also diesem Karton am Strand. Jemand hatte einen Smiley hineingeschnitzt. Bis vor 2 Std stand dieser Karton noch in der prallen Sonne. Meine Zimmernachbarn hatten ihn immerhin in den Schatten gestellt. Ich sinnierte darüber, ob es angenehmer ist, im kühlen Schatten zu verdursten und spürte ein saures brennen im Hals.
In dem Karton lag ein kleines schwarzes Knäul regungslos in die Ecke gedrängt, das Köpfchen im Heu vergraben.
Ich atmete tief ein, griff hinein und holte eine handvoll Hund heraus.
Ein süßes schwarzes Hundebaby mit weißer Schwanzspitze und Lätzchen. Der kleine war sehr ausgetrocknet. Neben der Schachtel stand eine Schale mit Wasser. Der blanke Hohn für einen Welpen, der weder laufen noch sehen kann. Aber schön, wenn man sein Gewissen beruhigt hat, nicht wahr? Nach gerade mal 2 Wochen auf dieser Welt lernte dieses kleine Wesen die menschliche Grausamkeit kennen. Es drängte sich an mich suchte nach einer Zitze und fiepte schwach.
Ich atmete aus. Begleitet von einem Schwall von Tränen.
Selbstverständlich legte ich dieses hilflose Geschöpf nicht einfach wieder zurück. Ich nahm es mit. Ohne Plan, aber mit einer hilflosen Wut im Bauch.
Keine Mamma, keine Geschwister, jetzt war ich für den Kleinen da. Aber wohin mit ihm? Nach Deutschland mitnehmen als berufstätiger Single mit Reisetätigkeit? Nein. Zunächst musste er allerdings erst mal überleben und versorgt werden. Wir päppelten ihn auf. Erst Zuckerwasser, dann verdünnte Milch, dann sogar etwas Futter. Und immer eine schöne Bauchmassage zum Dessert. Auch wenn er sich so sehr nach Mammas Zitze sehnte, lernte er schnell Fressen. Er wollte leben! Der hübsche kleine Prinz entwickelte nicht nur Kraft, sondern auch Charme. Er konnte schon wedeln und drehte sich oft genußvoll auf den Rücken. Und wir umsorgten ihn, trösteten ihn, wenn er fiepte, nach seiner Familie schrie, verzweifelt schnüffte und nach Fell suchte. Er durfte bei mir schlafen und ich bekam vor Sorge kein Auge zu. Tagsüber grub sich sein kleiner warmer Körper tief in meine Armbeuge. Während er den Klängen des Klaviers und dem Gesang auf unserem Stimmgenußseminar lauschte, schlummerte er in unruhigen Träumen. Noch waren wir überzeugt sehr bald eine Lösung und ein Zuhause für ihn zu finden.
Wir fingen an, herumzufragen. Jeder fand ihn süß, keiner wollte ihn haben. Es gab Ratschläge, ihn einfach wieder auszusetzen und ähnliches... Wir hörten von einem Tierheim in Nikiti. Wir hörten auch, dass dort aber kein Hund mehr aufgenommen würde und man dort auf sehr unfreundliche und rüde Personen träfe. Vor meinem inneren Auge erschien sowas wie eine Art griechisches Endlager für gestrandete Kreaturen. Das sollte die letzte Option sein - wenn überhaupt. Nach weiterem erfolglosen Durchfragen, beschlossen wir nach Nikiti zu fahren. Man hatte uns geraten, den Wuffi einfach vor die Tür zu stellen und abzuhauen. Während der tränenreichen fahrt nach Nikiti einigten wir uns, dies auf keinen Fall zu tun. Was wenn er nicht gefunden oder nicht aufgenommen würde? Dann hätten wir ihn nur gerettet um ihn an anderer Stelle sterben zu lassen. Wir wollten sicher stellen, dass es ihm gut ergeht.
In Nikiti angekommen lösten sich die bösen Gerüchte in Luft auf. Die Hunde auf dem Gelände kamen freundlich und neugierig an den Zaun. Man konnte spüren, dass diese Tiere gut und mit Liebe versorgt werden. Samira erklärte uns ein bißchen was über die Zustände und nahm den kleinen freundlich auf. Wir durften ihm noch einen Namen geben, statteten ihn mit einem kleinen Startkapital aus (es soll ja mal was aus ihm werden
) und weg war er - unser Adonis. Mir blutete das Herz, aber zumindest wussten wir ihn in den wahrscheinlich besten Händen Halkidikis.
Wir fuhren zurück - nicht über Los, sondern direkt in eine abgefuckte Spelunke, um die Urlaubsidylle im Ouzo zu ertränken.
Die nächsten Tage waren von der latenten Angst begleitet, einen weiteren Fund zu machen. Natürlich hätten wir auch dann nicht weggeschaut.
Jetzt - zurück in Deutschland denke ich ständig an den kleinen Wauz und suche nach Möglichkeiten, das Berufsleben mit einer Hundehaltung zu verbinden. Es scheint mir schier unmöglich. Die Situation der Tiere in Griechenland ist erschütternd, herzzerreißend. Da wird in einem solch gläubigen Land die Schöpfung mit Füssen getreten. Und wenn man dort nicht zu Mitgefühl fähig ist, dann sollte man doch erwarten können, dass die Krone der Schöpfung genug Verstand und Vernunft aufbringt, dieses Elend durch Sterilisationen einzudämmen. Aber weit gefehlt. Es würde mich nicht wundern, wenn immer mehr Urlauber nach anderen Reisezielen suchen, weil sie dieses Leid nicht aushalten können. Ich werde es mir in der nächsten Saison jedenfalls gut überlegen...
Ich hoffe, Adonis wird ein glücklicher Hund und hat ein schönes Leben. Ein Glück, dass wir seine Entwicklung mitverfolgen können
DANKE - liebe Samira und Team - Vielen Dank für Euren Einsatz,
Stefanie
Adonis noch etwas desorientiert.....
Na da ist er ja...
Einmonatiger Zeitsprung....eindeutig gewachsen.....
erläßt es sich gut gehen...der kleien Fratz...
Adonis liebt es bunt und kuschelig rupft sich immer alle Hantücher runter
und baut sich sein Badezimmer Ambiente immer wieder jeden Tag aufs neue..
Cora bewundert verwundert Adonis "Ordnungstrieb"
Uschi spielt gerne mit ihm Krümis suchen....so hat jeder seien Spaß

Danke Stefanie, das du Adonis einen Start in ein lebenswertes Leben geschenkt hast und dir das Recht auf Humanität in der heutigen Zeit nicht hast nehmen lassen.
Liebe Samira,
wie versprochen erzähle ich Dir, wie der kleine Adonis zu uns und dann zu Dir gefunden hat:
Endlich Urlaub. Und endlich im Urlaub angekommen. Genüßlich kaute ich auf einer Olive herum. Balkon mit Meerblick, das Alltagsgrau im Meer abgewaschen, einfach schön. Da neigte sich ein Kopf über die Abtrennung zum anderen Apartment in meine Urlaubsidylle hinein: Ob ich Griechin bin? Nö. Ob ich deutsch spreche? Ja. Ob ich helfen kann? Vielleicht - je nachdem.
So näherte ich mich also diesem Karton am Strand. Jemand hatte einen Smiley hineingeschnitzt. Bis vor 2 Std stand dieser Karton noch in der prallen Sonne. Meine Zimmernachbarn hatten ihn immerhin in den Schatten gestellt. Ich sinnierte darüber, ob es angenehmer ist, im kühlen Schatten zu verdursten und spürte ein saures brennen im Hals.
In dem Karton lag ein kleines schwarzes Knäul regungslos in die Ecke gedrängt, das Köpfchen im Heu vergraben.
Ich atmete tief ein, griff hinein und holte eine handvoll Hund heraus.
Ein süßes schwarzes Hundebaby mit weißer Schwanzspitze und Lätzchen. Der kleine war sehr ausgetrocknet. Neben der Schachtel stand eine Schale mit Wasser. Der blanke Hohn für einen Welpen, der weder laufen noch sehen kann. Aber schön, wenn man sein Gewissen beruhigt hat, nicht wahr? Nach gerade mal 2 Wochen auf dieser Welt lernte dieses kleine Wesen die menschliche Grausamkeit kennen. Es drängte sich an mich suchte nach einer Zitze und fiepte schwach.
Ich atmete aus. Begleitet von einem Schwall von Tränen.
Selbstverständlich legte ich dieses hilflose Geschöpf nicht einfach wieder zurück. Ich nahm es mit. Ohne Plan, aber mit einer hilflosen Wut im Bauch.
Keine Mamma, keine Geschwister, jetzt war ich für den Kleinen da. Aber wohin mit ihm? Nach Deutschland mitnehmen als berufstätiger Single mit Reisetätigkeit? Nein. Zunächst musste er allerdings erst mal überleben und versorgt werden. Wir päppelten ihn auf. Erst Zuckerwasser, dann verdünnte Milch, dann sogar etwas Futter. Und immer eine schöne Bauchmassage zum Dessert. Auch wenn er sich so sehr nach Mammas Zitze sehnte, lernte er schnell Fressen. Er wollte leben! Der hübsche kleine Prinz entwickelte nicht nur Kraft, sondern auch Charme. Er konnte schon wedeln und drehte sich oft genußvoll auf den Rücken. Und wir umsorgten ihn, trösteten ihn, wenn er fiepte, nach seiner Familie schrie, verzweifelt schnüffte und nach Fell suchte. Er durfte bei mir schlafen und ich bekam vor Sorge kein Auge zu. Tagsüber grub sich sein kleiner warmer Körper tief in meine Armbeuge. Während er den Klängen des Klaviers und dem Gesang auf unserem Stimmgenußseminar lauschte, schlummerte er in unruhigen Träumen. Noch waren wir überzeugt sehr bald eine Lösung und ein Zuhause für ihn zu finden.
Wir fingen an, herumzufragen. Jeder fand ihn süß, keiner wollte ihn haben. Es gab Ratschläge, ihn einfach wieder auszusetzen und ähnliches... Wir hörten von einem Tierheim in Nikiti. Wir hörten auch, dass dort aber kein Hund mehr aufgenommen würde und man dort auf sehr unfreundliche und rüde Personen träfe. Vor meinem inneren Auge erschien sowas wie eine Art griechisches Endlager für gestrandete Kreaturen. Das sollte die letzte Option sein - wenn überhaupt. Nach weiterem erfolglosen Durchfragen, beschlossen wir nach Nikiti zu fahren. Man hatte uns geraten, den Wuffi einfach vor die Tür zu stellen und abzuhauen. Während der tränenreichen fahrt nach Nikiti einigten wir uns, dies auf keinen Fall zu tun. Was wenn er nicht gefunden oder nicht aufgenommen würde? Dann hätten wir ihn nur gerettet um ihn an anderer Stelle sterben zu lassen. Wir wollten sicher stellen, dass es ihm gut ergeht.
In Nikiti angekommen lösten sich die bösen Gerüchte in Luft auf. Die Hunde auf dem Gelände kamen freundlich und neugierig an den Zaun. Man konnte spüren, dass diese Tiere gut und mit Liebe versorgt werden. Samira erklärte uns ein bißchen was über die Zustände und nahm den kleinen freundlich auf. Wir durften ihm noch einen Namen geben, statteten ihn mit einem kleinen Startkapital aus (es soll ja mal was aus ihm werden
Wir fuhren zurück - nicht über Los, sondern direkt in eine abgefuckte Spelunke, um die Urlaubsidylle im Ouzo zu ertränken.
Die nächsten Tage waren von der latenten Angst begleitet, einen weiteren Fund zu machen. Natürlich hätten wir auch dann nicht weggeschaut.
Jetzt - zurück in Deutschland denke ich ständig an den kleinen Wauz und suche nach Möglichkeiten, das Berufsleben mit einer Hundehaltung zu verbinden. Es scheint mir schier unmöglich. Die Situation der Tiere in Griechenland ist erschütternd, herzzerreißend. Da wird in einem solch gläubigen Land die Schöpfung mit Füssen getreten. Und wenn man dort nicht zu Mitgefühl fähig ist, dann sollte man doch erwarten können, dass die Krone der Schöpfung genug Verstand und Vernunft aufbringt, dieses Elend durch Sterilisationen einzudämmen. Aber weit gefehlt. Es würde mich nicht wundern, wenn immer mehr Urlauber nach anderen Reisezielen suchen, weil sie dieses Leid nicht aushalten können. Ich werde es mir in der nächsten Saison jedenfalls gut überlegen...
Ich hoffe, Adonis wird ein glücklicher Hund und hat ein schönes Leben. Ein Glück, dass wir seine Entwicklung mitverfolgen können
DANKE - liebe Samira und Team - Vielen Dank für Euren Einsatz,
Stefanie
Adonis noch etwas desorientiert.....
Na da ist er ja...
Einmonatiger Zeitsprung....eindeutig gewachsen.....
erläßt es sich gut gehen...der kleien Fratz...
Adonis liebt es bunt und kuschelig rupft sich immer alle Hantücher runter
und baut sich sein Badezimmer Ambiente immer wieder jeden Tag aufs neue..
Cora bewundert verwundert Adonis "Ordnungstrieb"
Uschi spielt gerne mit ihm Krümis suchen....so hat jeder seien Spaß


