von Kerstin M. » 03.02.2015, 12:13
Jetzt habe ich Euch endlich auch gefunden und möchte Euch mal ein bisschen was erzählen, wie sich Baphomet alias "Skubidu" bei mir eingelebt hat und wie er sich so entwickelt hat.
Als ich mitten in der Nacht am Nürnberger Flughafen ankam, standen meine beiden Flugpaten, mit einer Hundebox in der Ankunftshalle, von einem Hund erstmal nichts zu sehen. Baphomet war von dem Flug so durcheinander und verängstigt, dass es Petra einfach nicht gelingen wollte, ihn aus der Box zu locken. Als ich mich vor die Box gekniet habe und Baphomet angesprochen habe, kam er sofort und hat sich in meine Arme gedrückt. Ich hab ihn nur gedrückt und gemeint: "och je, Du Armer, Dich peppeln wir jetzt erstmal auf." Er war ja so dünn! Auf der zweieinhalbstündigen Heimfahrt, gab er im Auto keinen Mucks von sich.
Zuhause angekommen, stand er erstmal meinem dreieinhalbjährigen Rüden gegenüber, den ich von einer anderen Organisation mit 5 Monaten aus Rumänien übernommen habe und die beiden waren sofort dicke Kumpels und das ist bis heute auch so geblieben. Es gab noch nie eine Auseinandersetzung, Baphomet orientiert sich ganz toll an ihm, wenn er ihn auch gerne mal piesackt.
Die ersten Wochen waren nicht ganz einfach, egal was ich Baphomet zu Fressen angeboten habe, es hat dem Gourmet nicht geschmeckt. Inzwischen frisst er ganz toll, ich denke, er hat einfach Zeit gebraucht um anzukommen. Gewachsen ist er auch noch ein ganzes Stück, er misst jetzt 69cm Schulterhöhe und hat immerhin 26kg.
Baphomet ist ein sehr lieber Kerl, sehr sensibel, manchmal noch unsicher, aber sehr gelehrig (nein, netzwerkkabel und auch sonstiges plastik ist nicht zum fressen da), mit einem enormen Bewegungsdrang (werde ihn jetzt nach einem tierarztcheck langsam an den zughundesport ranführen, um ihm gerecht zu werden).
Dank der Hundegruppe Augsburg, wo wir uns regelmässig mit anderen Hundebesitzern und deren Vierbeinern bei uns im schönen Siebentischwald in Augsburg treffen, hat er auch seine Unsicherheit gegenüber großen Rüden verloren, im Gegenteil, er ist ein richtiger Rabauke geworden.
Mit seinem lackschwarzen Fell und seiner eleganten Erscheinung bekommt er immer wieder von allen Seiten Komplimente.
Baphomet ist inzwischen ein Hund, der einen super Gehorsam an den Tag legt und die meiste Zeit, sogar in der Stadt ohne Leine an meiner Seite läuft.
Zuhause liegt er am liebsten in seiner Höhle, eine Hundebox, obwohl man meinen könnte, seit dem Flug müsste er diese Kisten eigentlich verabscheuen.
Er ist ein "pumperlgsunder" Hund, mit einem altersentsprechendem Temprament, aber einem unheimlich tollen und sensiblem Charakter.