Georgina ist eine sehr verträgliche Hündin, die die Hundesprache perfekt beherrscht und obwohl selber sehr unsicher, auf andere ängstliche Hunde zugeht und ihnen Vertrauen vermitteln kann. Georgina ist zu keinen Zeit dominat und wird sie von einem älteren Hund zurechtgewiesen, nimmt sie diesen Tadel an.
Rüpeln, die nur in den Nacken beißen oder ihr auf den Rücken springen, gehen wir aus dem Weg denn es gibt genug Hunde, die sich auf Georgina freuen. Georgina ist sehr clever und geht bei vielen Hunden und auch Menschen sofort in die Spielstellung um eine Reaktion zu ihren Gunsten zu erzielen. Ist die Situation für sie nicht einschätzbar, versteckt sie sich hinter uns. Wird es für sie unsicher, geht sie direkt zwischen uns und Max.
Ihr Jagdinstinkt ist sehr ausgeprägt und jeder Jäger hätte seine Freude, denn Georgina unterscheidet die Fährten und das Wild. Hat Georgina Witterung, ist sie in einer anderen und angstfreien Welt. Wir haben viel mit Schleppleine geübt: jetzt steht sie vor und zeigt z.B. Rehe an. Dafür erhält sie großes Lob - denn es ist ihre Arbeit, die sie aus freien Stücken für uns macht - und setzt sich neben uns und nimmt Blickkontakt auf. Bei der Arbeit mit Georgina hat sich einiges als hilfreich erwiesen: konsequente Erziehung und auch eine gewisse Strenge, damit sie sich in jeder Situation auf uns verlässt.
Tierschutz hört nicht mit der Übernahme eines Tieres aus schlechter Haltung auf und gilt auch für einheimische Tiere. Ein (Jagd-) Hund wird erst abgeleint, wenn er abrufbar ist und als verantwortungsvoller Halter bleibt der Hund trotzdem in meiner direkten Nähe.
Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir sie ableinen können. Das Problem ist nicht das Wild, sondern ihre Angst vor Menschen. Wohin wird sie in ihrer Panik flüchten? Kinderkontakt hatte ich vor ein paar Tagen zum ersten Mal auf einem Waldweg, Georgina versuchte rückwärts abzuhauen. Wir suchen immer wieder Situationen, um sie zu loben und ihr Selbstbewußtsein zu fördern, nur angstfrei kann sie gehorchen und sich konzentrieren. Hierbei helfen auch Kletterübungen über gefällte Bäume.
An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass wir seit August 2011 immer die gleichen Wege gehen, weder Besuch empfangen noch machen können. Georgina reagiert sofort mit Panik und neue Situationen müssen lange und vorsichtig vorbereitet werden. (Erster Tierarztbesuch nach 7 Monaten, Tierschule und Tierspielstunde mit je 4 Bekannten nach 8 Monaten.) Andererseits sind wir voller Hoffnung, denn bis auf einige Rückschläge ist Georgina in Haus, Garten und in bekanntem Gebiet mittlerweile eine kleine Göre, die nur Unsinn im Kopf hat.
Für alle Angstnasen haben wir einen guten Tipp oder Link. Wir sind nicht alleine, denn auf der Homepage einer APN befreundeten Pflegestelle findet sich eine ganze Seite, auf der unterschiedlichste Hunde-Ängst beschrieben werden.
Angst ist eine höchst individuelle Angelegenheit! - www.archenoah-kerken.de http://www.archenoah-kerken.de/aengstliche-Hunde.html [/url]




