Heike hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben!
Gestern Abend gegen Acht Uhr wollten unsere beiden Mädels Kathrin und Conny gerade hinunter nach Nikiti fahren, um einige neue Katzen zum Kastrieren einzufangen, als aus einem Jeep mit Köllner Kennzeichen eine deutsche Frau mit einer verschnürten Lidl-Tüte auf Conny zukam, und ihr diese in die Hand drückte. Sie sagte, sie hätte diesen Beutel in einer Mülltonne in Nikiti gefunden, sie wüsste nicht, ob Hunde oder Katzen darin wären, sie wolle nicht hineinschauen. Dann drehte sie sich schnurstracks um, und ehe sich Conny und Kathrin versahen, war sie schon wieder an ihrem Auto. Conny rief ihr hinterher, wer sie denn sei. Als Antwort kam kurz, sie hieße Heidi, Samira kenne sie und sie käme sowiso am Mittwoch mit ihrem Hund vorbei.
Völlig perplex brachten unsere Mädchen die Tüte schnell in den OP und öffneten die Tüte. Zum Vorschein kam ein Anblick, den man nicht so schnell vergessen kann: Oben auf lagen einige wimmernde Hundewelpen. Darunter befand sich, wie bei einer russischen Matruschka Puppe, eine weitere Tüte mit einigen Welpen die wiederum eine dritte Tüte verbarg, wo ebenfalls Welpen hineingestopft worden waren.
Stante Pede waren alle Zweibeiner der Station zur Stelle, um zu helfen. Alle Tiere wurden sofort auf Lebenszeichen untersucht. Schnell wurde es zur traurigen Gewissheit: Von den 9 kleinen, die nicht einmal 48 Stunden alten Würmchen, lebten nur noch 2 Welpen gerade ebenso. Klitschnass, total unterkühlt und aus Leibeskräften schreiend lagen sie in Mitten ihrer 7 toten, elendig erstickten Geschwister.

Trockene Handtücher, eine warme Infusion und eine frische Milchmahlzeit wurden eiligst herbei getragen. Jetzt hieß es rubbeln, trocknen und aufwärmen.


Die erwärmte Kochsalzlösung wurde den zwei Survivorn schnell unter die Haut gespritzt und mit einer ersten warmen Mahlzeit versuchten wir heraus zu finden, ob die Beiden überhaupt noch einen Lebenswillen und damit eine Chance besaßen! Und sie hatten! Wenn auch zaghaft nuckelten beide an den Fläschchen....!!!!


Spontan fielen uns die passensten Namen überhaupt ein: Die Mini- Rüden sollten von nun an Rocky und Rambo heißen!
Die Vobereitungen für die Nacht waren fix getroffen: Eine Box mit Wärmflasche und Rotlicht, ein muscheliger Wollpulli als Ersatzmama und alle 1 1/2h eine kleine, frische Mahlzeit...
Rocky macht uns nach der ersten überstandenen Nacht noch ein wenig Sorgen, denn er hatte in der Tüte Flüssigkeit eingeatmet, was ihn die Nacht über sehr zu schaffen machte. Rambo trinkt inzwischen gut 15ml pro Mahlzeit in kürzester Zeit, während Rocky noch sehr schwach am Saugen ist, und viel Geduld und Überredung für ein paar ml Milch benötigt...
Rambo
Rocky
Jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen, dass die 2 Kämpfer ihren Lebenswillen beibehalten und weiter fleißig trinken, trinken, trinken, vorallem Rocky!
Wir berichten natürlich sofort über neueste Geschehnisse und lassen euch wissen, wie es den Beiden geht.
Also Ihr Lieben: Daumen drücken für unsere 2 neuen Saugis!
Ganz liebe Grüße
Eure Heike