TIERQUÄLER konnte seiner gerechten Strafe zugeführt werden




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TIERQUÄLER konnte seiner gerechten Strafe zugeführt werden

Beitragvon Heidi Giourga » 26.10.2015, 18:30

Vatopedi, ein kleiner ländlicher Ort am mittleren Finger Halkidikis. Eine deutsche Frau, die seit geraumer Zeit einen Teil des Jahres hier wohnt.

Wie schon so oft, beobachtet sie ihren älteren Nachbarn, wie er eine verknotete Mülltüte einfach querfeldein schleudert. Aus diesem Grund hat es auch schon in vergangener Zeit Meinungsverschiedenheiten gegeben.
Aber heute platzte ihr der Kragen! Sie war fest entschlossen, ihrem uneinsichtigen Nachbarn, den Inhalt der Mülltüte vor die Eingangstür zu kippen.

Als sie jedoch die fest verknotete Mülltüte anfasste stockte ihr der Atem, der Inhalt bewegte sich.......es waren 6 Welpen, noch mit der Nabelschnur, keine zwei Tage alt.

Natürlich klopfte sie den Nachbarn raus! Dieser war sich keinerlei Schuld bewusst, sicher war es nicht der erste Wurf seiner Jagdhündin, den er auf diese Art und Weise entsorgte.

Die arme Frau setzte sich in ihrer Verzweiflung mit Kostas, dem Tierarzt, der auch mal Tierarzt unserer Station war, in Verbindung.
Dieser sah endlich die Chance gekommen, mit handfesten Beweisen, den Mann anzuzeigen.
Schon lange war er in Verdacht Giftköder auszulegen wenn seine Hündin läufig war und sich diverse Rüden sammelten. So gingen schon viele Tiere qualvoll zugrunde, auch der Pudel der deutschen Frau.

Anfänglich hatte sie noch Angst vor den möglichen Konsequenzen einer Anzeige, doch zuletzt stimmte sie zu und Kostas ist Zeuge.

Er rief die Polizei, die sogleich einen Streifenwagen schickten. In dem Moment, als sie das Haus des Tierquälers erreichten, fuhr dieser mit seinem Pic-up weg, die Jagdhündin auf der offenen Ladefläche.
Er dachte nicht daran stehen zu bleiben, sondern lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd. Schließlich gelang es ihm, auf unwegsamem Gelände, den Streifenwagen abzuhängen.

Und manches Mal passieren doch Wunder! Kostas aß den ganzen Sommer kein Eis und plötzlich hatte er Lust auf Eis. So fuhr er zum Supermarkt.....und da stand der Pic-up am Parkplatz, jedoch ohne Hund. Er rief sofort wieder die Polizei an, die zum Glück noch in der Nähe war und so konnte der Mann endlich verhaftet werden.

Anfänglich stritt er alles ab, es sei überhaupt nicht seine eigene Hündin. Nachdem man ihm klar machte, dass durch mangelnde Zusammenarbeit seine Lage nur noch misslicher würde, gab er endlich den Standort der Hündin preis.

Er hatte sie zu einem Freund gebracht.
Nun endlich konnte man die Hundekinder zu ihrer Mutter bringen wo sie sofort angedockt und vor dem sicheren Tod durch Austrocknen gerettet wurden.

Eine Nacht blieben sie dort und dann kam die kleine Familie zu uns auf die Station.

Wir möchten uns von ganzem Herzen bei dieser Frau bedanken.
Dank ihrer Zivilcourage konnte endlich dieser Tierquäler überführt werden.

Seine Bestrafung.....3 Jahre auf Bewährung und 3000 €.......ist hoffentlich ein abschreckendes Beispiel für so manche andere Menschen, die keinen Respekt gegenüber Tieren zeigen, ihnen nur unnötige Qualen und den Tod bescheren.



Neueste Informationen von Sönke:.........

Allerdings hat "der Herr" keine drei Jahre Haft, sondern 14 Monate erhalten. Diese wurden auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.
Höher war hingegen die Geldstrafe: nicht 3.000 €, sondern 5.000 .... immer noch zu wenig, aber ein Anfang.




Auf den Bildern ist deutlich sichtbar wie sehr die Jagdhündin ihre Mutterrolle genießt und spürt, dass ihr keine Gefahr mehr droht.


Liebe Grüße Heidi





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von Anzeige » 26.10.2015, 18:30

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Beitragvon Helene Posch » 26.10.2015, 19:02

Mir fehlen die Worte, ich kann nicht glauben dass jemand so etwas machen kann. Wer weiß was dieser Herr schon alles angestellt und verursacht hat!!! Gott sei Dank war die Frau da und hat alles ins Rollen gebracht. Bin sehr froh wenn ich hier sehen kann wie die Mama mit ihren Babys versorgt ist.

Liebe Grüße Helene
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Beitragvon SoenkeP » 26.10.2015, 20:01

"Dieser Herr" ist im Ort beispielsweise auch dafür bekannt, gegenüber seinen Lebensgefährtinnen eine recht lockere Hand zu haben. Wohl auch ein Grund, warum er seit zwei Jahren alleine lebt.
Schön, dass es die kleinen Quieker alle geschafft haben. Am 6.10., als wir (war zu der Zeit gerade dort bei meinen Eltern zu Besuch) sie fanden, waren sie ja noch ein wenig kritisch und einiges kleiner.

Allerdings hat "der Herr" keine drei Jahre Haft, sondern 14 Monate erhalten. Diese wurden auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.
Höher war hingegen die Geldstrafe: nicht 3.000 €, sondern 5.000 .... immer noch zu wenig, aber ein Anfang.

LG,

Sönke
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Zwei Bilder vom Fundtag

Beitragvon SoenkeP » 26.10.2015, 20:01

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Beitragvon tina » 26.10.2015, 20:05

Hallo Soenke,

herzlich willkommen bei uns.

Haben Deine Eltern die Sache verfolgt?
Liebe Grüße Tina


Älter werde ich später
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Hallo, Tina!

Beitragvon SoenkeP » 26.10.2015, 20:36

Nun, meine Eltern wohnen im gleichen Haus wie K. und K. (das Ehepaar, das die Piepser fand). Als ich an dem Tag dort ankam, war Kostas gerade verständigt. Von da an habe ich das ganze dann quasi "Live" mitbekommen inklusive der recht frechen Gegen-Anzeige des "netten Herren" von wegen Verleumdung bzw. übler Nachrede. Auf diese ist aber wohl (bisher zumindest) nichts gekommen.
Wir waren positiv überrascht über die schnelle Gerichtsbarkeit in der Sache, in Deutschland hätte sich soetwas ja wieder über Monate hingezogen....
Die Giftköder, die solche Typen auslegen, haben auch meine Eltern schon mehrfach Tränen in die Augen getrieben. Seien es "nur" fremde Hunde oder eben "unsere eigenen".
Vor etwa 15 Jahren erwischte es "Flocki", die von Samira stammte:
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Unsere "Mary" (ebenfalls ein ehemaliger Schützling von Samira) hingegen hatte mehr Glück, weil wir Gegenmittel im Haus hatten: Bild
Ich bin ja im allgemeinen ein friedlicher Mensch, der niemandem etwas böses wünscht, aber wenn "der nette Herr" mal wieder besoffen durch Vatopedi torkelt, wäre es ganz schrecklich, wenn ihn einer seiner Jägerfreunde für ein Wildschwein hält und ihm 'ne Ladung Schrot ins Hinterteil.....
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Beitragvon Heidi Giourga » 27.10.2015, 08:59

Hallo Sönke,
herzlich willkommen im Forum......danke für die restlichen Informationen.

Liebe Grüße Heidi
Heidi Giourga
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Beitragvon Rudi » 27.10.2015, 16:06

Herzlich willkommen im Forum Sönke !
Gut, dass Ihr die kleinen Mäuse retten konntet und sie jetzt wieder bei ihrer Hundemama sein können - das ist so schön.

Aber dass dieser "Herr" einen richtigen auf den Deckel gekriegt hat, ist ja mal prima.
Für seine Jägerkollegen würde ich gerne den Schrot spendieren.......
LG Brigitte
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Beitragvon Jochem » 27.10.2015, 16:22

Sönke,RESPEKT,allen mutigen Mitstreitern bei dieser Aktion herzlichen Dank für diese tolle Zivilcourage.
Herzlich willkommen in unserem schönen Forum.
Liebe Grüsse Jochem mit Temmy und Polly
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Wenn Hunde nicht in den Himmel kommen,möchte ich wenn ich sterbe dorthin wo sie sind. ( Will Rogers )
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Danke danke danke

Beitragvon SoenkeP » 27.10.2015, 21:16

:wink:
... fürs herzliche Willkommen und auch die aufmunternden Worte.
Wir, d.h. meine Eltern leben ja nun schon seit 15 Jahren in der Steinwurfnachbarschaft (sind wohl keine 100 m) zu diesem Kerl. Als ich das erste Mal dort war, hatte er noch eine Hündin in einem kleinen Holzverschlag direkt an der Straße angebunden. Ein Jahr später hatte diese Hündin dann augenscheinlich Nachwuchs, warum jedoch nur ein Welpe (noch) vorhanden war, kann man sich zusammenreimen.
"Er" war früher mal sowas wie ein -nennt man das so?- Dorfvorsteher dort, hat wohl noch immer so einige (Jäger-)Freunde, auch sein Winkeladvokat, der ihn (er war nicht einmal anwesend...) beim Prozess vertrat, stammt aus der 200-Einwohner-Gemeinde. Zum Thema "wie werden Hunde und andere Tiere in Griechenland gehalten?" muss ich hier wohl keine Romane schreiben, ist leider bekannte Realität: Bild Besonders lecker die vielen verschimmelten Brot-und WasWeißIch-Reste....
Das Bild zeigt einen Teil der "Zwinger"-"Anlage", an der Kostas die Wauzimutter fand. In dieser befanden sich vor einigen Wochen noch mindestens vier Hunde. Dummerweise bringt es Null, die da rauszulassen, weil sie halt auf ihre [selbstzensiert] "Herrchen" hören und wiederkommen.....

Die im Eingangsartikel erwähnte "deutsche Frau", namentlich Karin B., hatte übrigens in Griechenland noch nie einen Hund, geschweige denn einen Pudel. Es dürfte sich dabei also um die bereits erwähnten ehemaligen Schützlinge Samiras handeln, die (bei) meinen Eltern vergiftet wurden. :roll:

Mein ganz persönlicher Favorit der Bilder der Sieben ist übrigens das, welches am Morgen nach dem Geschehen entstand:

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LG,


S.
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Beitragvon tina » 27.10.2015, 21:21

Mein Liebling ist ja wieder die Mama
Liebe Grüße Tina


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Beitragvon Imke » 27.10.2015, 21:40

Da stimme ich dir zu.
Sie ist so hübsch und lieb.
Liebe Grüße Imke
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Beitragvon saiiky » 28.10.2015, 10:42

Schön das Mutter und Welpen in Sicherheit sind...
Hoffe, es hängt nicht schon der nächste da an der kette...
Liebe Grüße
Yvonne

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Beitragvon Christian Küller » 28.10.2015, 14:38

Großen Respekt und Achtung vor der Courage.
Gott sei Dank geht es jetzt den Kleinen und der Mutter wieder gut und sie sind in sehr guten Händen. Tolle Arbeit.
Christian Küller
 
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Beitragvon Beate-Emil » 28.10.2015, 18:52

Die Mama ist hinreißend, sie sieht sehr lieb und zärtlich aus :love4: :love4:
Liebe Grüße,
Beate mit Amsel im Herzen

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"Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum"
Carl Zuckmayer
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