Als wir vier zum ersten Mal zusammen in Griechenland Urlaub machten hatten wir ein kleines gemütliches Hotel abseits der großen Städte gebucht. Wir wollten im Urlaub entspannen, Griechenland kennen lernen und eine schöne Zeit genießen.
Doch jeder Urlaub schreit nach etwas Abenteuer und wir entschlossen uns dazu eine Jeepsafari für einen sehr hohen Preis zu buchen. Doch das Geld war es alle mal Wert! Wir hatten einen aufregenden Tag, der zum Ende mit einem kennenlernen der ganz besonderen Art endete.
Auf den letzen Metern der Jeepsafari wurden wir oder vielmehr unser Jeep von einem kleinen Welpen verfolgt, der um sein Leben rannte und mit aller Kraft versuchte unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dies hat er geschafft! Ohne lange zu überlegen haben wir ihn aufgesammelt und mit der nötigen Wärme und Zuneigung beruhigt. Der Reiseführer half uns einen Tierarzt zu finden (leider ohne Erfolg) und fuhr uns zu einem Tierladen damit wir Futter für den kleinen kaufen konnten. Nachdem wir im Hotel eingetroffen waren, haben wir den kleinen ersteinmal in einem unserer Zimmer untergebracht und mit Wasser und Futter beglückt. Aufgrund der bekannten Automarke Land Rover, mit der die Safari bestritten wurde, haben wir uns schnell auf den Namen "Rover" geeinigt um eine passende Persönlichkeit zu schaffen. Die Tatsache, dass er voller Läuse und Milben war, war für uns irrelevant – er wird gebadet und gepflegt. Es ging uns darum den kleinen aus den Bergen, wo er vermutlich ausgesetzt worden war, mit zu nehmen und ihm somit das Leben zu retten.
Am gleichen Abend haben wir uns alle an die Handys gemacht und wollten herausfinden wie wir dem kleinen helfen können. Nach langer Suche und vielen Telefonate wurde uns Samiras Nummer weitergeleitet. Nachdem sie sagte wir sollte einfach mal vorbei kommen, buchten wir nachts um 12 Uhr noch einen Leihwagen für den nächsten Tag.
Am nächsten Tag machten wir uns in aller Frühe auf den Weg zu Samira, leider ohne Adresse. Nach mehreren lustigen und verwirrenden Gesprächen mit den Einheimischen des Ortes Nikiti fanden wir nach langem Suchen die Tierstation.
Wir waren beeindruckt über die Gastfreundschaft und die ganze Station, die sich Samira mit ihren Helfern aufgebaut hat. Es waren super nette und aufschlussreiche Gespräche und auch die anschließende Führung durch die ganze Tierstation hat uns gezeigt wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt die den Tieren eine humane Möglichkeit zum Leben bieten. Der kleine Rover, der auf 8-10 Wochen geschätzt wurde, ist nun in sehr guten Händen und wird bestens behandelt. Wir erhoffen uns auch weiterhin eine große Hilfe für Rover seien zu können und haben vor Ort schon eine Pflegestelle bei uns in Deutschland angeboten.
Rundum hatten wir einen erholsamen Urlaub mit ein paar aufregenden und lehrreichen Tagen und können uns an dieser Stelle nur bei Samira und ihrem Team bedanken. Gleichzeitig möchte wir aber auch ein Appell an alle Tierliebhaber und zukünftige Tierliebhaber richten: Helft und unterstützt solche Tierorganisationen und schaut auch in fremden Ländern nicht weg. Mit ein wenig Bemühung und der richtigen Hilfe vor Ort schafft es jeder die Tierwelt besser zu machen und vielen Tieren sogar dabei das Leben zu retten.
Vielen Dank für alles und auf eine freudige Zukunft für Rover und alle anderen Hunde um die ihr euch so gut kümmert.
Liebe und herzliche Grüße
Sandra, Alexandra, Simon & Christian



