Samira beobachtete seit längerer Zeit eine trächtige Hündin im Dorf Agios Nikolas. Doch alle Versuche sie einzufangen schlugen fehl und eines Tages war sie wie vom Erdboden verschluckt.
Vor zwei Tagen kam völlig aufgelöst ein junges griechisches Paar mit dem von ihnen frisch angefahrenen Jagdhund. Sie machten sich die größten Vorwürfe, wie kann uns so etwas passieren, wo wir doch so tierliebend sind. Aber er sprang plötzlich von der Seite ins Auto, es war schon Abend.
Nun erzählten sie auch dass sie zu Mittag, als sie weg fuhren, den selben Hund an der Straßenkreuzung sahen wie er einem mit Vollgas wegfahrenden Auto hinterher lief.
Sie selbst waren unterwegs mit einem Welpen zu seinem neuen Besitzer.
Und nun stellte sich heraus, dass die trächtige Hündin vom Dorf in ihrem Garten Zuflucht suchte und ich weiß jetzt nicht wie viele Welpen warf....lauter Rüden.
Sie versorgten liebevoll die kleine Familie und vermittelten allein alle Welpen.
An diesem Tag brachten sie den letzten Welpen zu seinem neuen Besitzer und besuchten alle bereits vermittelten Hundekinder um zu sehen wie es ihnen geht.
Zum Glück trug er nur Schrammen davon. Die Frau rief einige Male Samira an ob er sicher keine inneren Verletzungen hätte.
Nun steht seine Box noch im OP und er kommt neugierig ans Gitter und schnuppert an der Hand.
Wenn die Tür geöffnet wird verzieht er sich bei jedem Geräusch wieder in seine Box, da fühlt er sich sicher.
Er scheint das Hüttenleben zu kennen und betrachtet die Box als seine Hundehütte.
Wahrscheinlich muss er erst an die neue Freiheit gewöhnt werden....aber zum Glück ist er erstmals in Sicherheit.
Jetzt braucht er noch einen schönen Namen.
Liebe Grüße Heidi


