Liebe Danny,
ich versuche jetzt mal ausführlich unsere Situation zu beschreiben:
Um Informationen aus Griechenland zu bekommen, bedarf es von unserer Seite sehr viel Mühe.
Wenn nicht Margit oder Heidi vor Ort sind, beschränkt es sich auf Telefonate mit Samira, wo es meist nicht um gesunde, sondern kranke Tiere geht. Um medizinische Fragen, um OP Termine, um Flüge, um Futter Bestellung usw. Da wage ich nicht zu fragen, wie groß der Welpe XY ist, weil es in diesem Moment einfach unwichtig ist.
Samira ist kein Show-Typ, die bei Facebook schreibt, sondern eine extrem hart arbeitende Frau, die täglich an ihre Grenzen geht. Wir sind ständig unterbesetzt mit Personal, neue Leute müssen eingearbeitet werden....auch bei uns ist da oft eine Unzufriedenheit, mit der wir aber im Laufe der letzten fünf Jahre gelernt haben umzugehen.
Du fragst nach den glücklich vermittelten Hunden:
Durch die politische Situation durften wir bis vor kurzer Zeit keine Hunde aus Griechenland holen. Sicher hast Du mitbekommen, daß Flugpaten verhaftet wurden, weil ihnen Hundehandel vorgeworfen wurde. Alles lief ein bißchen geheim ab. Erst seit ca. sechs Wochen dürfen Hunde auch an andere Organisationen abgegeben werden.
Wir haben mit unserem ausgebauten Auto zwei Jahre keinen Transport fahren dürfen, weil es einfach nicht erlaubt war.
Jetzt zu der Situation in Deutschland:
Wir stemmen die ganze Vereinsarbeit auf einer Handvoll Personen. Wir machen es ehrenamtlich. Wir betreuen ja nicht nur die Station, sondern über 1000 Mitglieder und Spender.
Wir haben alle Berufe, Partner, Kinder, Enkel, eigene Tiere. Und das alles kommt durch unsere Tierschutzarbeit zu kurz. Die Hintergrundarbeit ist so reichhaltig, daß ich nicht mehr machen könnte.
Es sind nur wenige Personen, die immer wieder ansprechbar sind, daß auch wir hier auf dem Zahnfleisch gehen und manche Aktualisierung, die nötig wäre, vielleicht mal nach hinten geschoben wird.
Ich könnte noch Stunden schreiben.....aber höre jetzt einfach mal auf
