ihre Geschichte liest sich auch ein wenig wie ein Krimi….. Nikoletta eine sehr Tierliebe Griechin die ich schon seit längerem kenne brachte mir Nelly wie ihren eigene Hund zur Kastration vorbei. Im OP angekommen erzählte sie mir die Geschichte von Nelly wie sie sie gefunden hat völlig verängstigt mit ihrer roten Nase. Und tatsächlich beim näheren Hinsehen entdecke ich ihre außergewöhnlich rote Nase.
Nelly irrte zwei Tage in Agios Mamas umher und ausgerechnet an diesen Tagen fand Nikoletta auch noch eine Menge vergifteter Straßenhund. Sie suchte und suchte nach Nelly und fand sie dann endlich unter einem Baum sitzend vor. Ihr schossen alle möglichen Gedanken durch den Kopf : „hoffentlich hat sie nicht auch noch etwas Gift abbekommen. Meine Güte ich muss sie hier weg schaffen hier wartet der sicher Tot auf sie. Was mache ich bloß?“ Völlig in Panik sagte sie mir ich nahm mir ein Herz und ging langsam auf sie zu, dann überlegte ich nicht lang und nahm sie wie selbstverständlich auf den Arm und rannte mit ihr nach Hause. Erst als die Haustür zufiel wurde mir wieder bewusst das ich einen mir völlig fremden Hund auf meinen Armen trug und fing an mir Gedanken zu machen wenn der mich jetzt beißt was ist dann? Sie setzte sie vorsichtig ab und beobachtet sie. Nelly ging wie selbstverständlich in der Wohnung umher und schnüffelte alles ab. Na, das ging also noch mal gut. Schnell zauberte sie ihr was zu Essen und war glücklich als sie sah, dass Nelly mit großem Appetit aß. Richtig beruhigt hat sich Nikoletta aber erst am nächsten Früh als sie sah, dass es Nelly immer noch gut ging und sie keine Vergiftungserscheinungen hatte.
So blieb Nelly für einen Monat bei Nikoletta und ihrer Familie, sie hat einen sehr lieben Sohn und selbst auch noch zwei Hunde. Dann brachte sie sie zu uns. Eigentlich hat sie sich gar nicht getraut zu fragen ob wir Nelly vermitteln können. Ich habe es ihr aber irgendwie angesehen und habe sie darauf angesprochen. Ja sagte sie mir ich schaffe das einfach nicht noch neben meiner Arbeit mit drei Hunden Gassi zu gehen und immer wie ein Lux aufzupassen, das sie nun auch ja kein Gift fressen.
Ich machte es Nikoletta einfach und sagte ihr sie kann sie erst einmal hier lassen und sie wann immer sie will besuchen kommen. Nikoletta und ihr Sohn ein lieber Junge von acht Jahren kamen innerhalb von zwei Wochen fast täglich 20Km einfache Strecke und führten Nelly bei uns in der Umgebung auf lange Spaziergänge. Sie brachten ihr auch immer eine Leckerei von Zuhause mit…..
Warum schreibe ich euch das hier in dieser Ausführlichkeit? Es hat mich einfach so berührt wie liebevoll, gefühlvoll diese Menschen ja es sind Griechen mit diesem Hund umgegangen sind. Da ist ein Band der Liebe zu spüren, dass ich hier in diesem Land lange nicht mehr so intensiv gespürt habe wie bei diesen drei Lebewesen. Nikoletta ihrem Sohn und Nelly Rotnase.




