Gut eine Woche Kampf um Leben und Tot




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Gut eine Woche Kampf um Leben und Tot

Beitragvon samira » 22.02.2012, 15:13

Sari wollte noch nicht sterben...
Gut eine Woche Kampf um Leben und Tot
Ein Anruf zu späten Abendzeit. Völlig aufgelöst rief uns eine sehr Tierliebe Familie aus Sarty an. Jenny eine Griechin die in Deutschland groß geworden ist konnte kaum sprechen immer wieder verfiel sind in lautes Weinen.. Mit viel Mühe habe ich dann aber doch noch das Wesentliche verstanden. Einer ihrer Hunde wurde vergiftet. Ihr Vater hatte sich sofort auf den Weg zu uns auf die Station gemacht. Schnell alles Vorbereiten was von Nöten ist. Leider wohnt die Familie ca. 40Km von uns entfernt. Wie immer bei Vergiftungen spielt zeit eine große Rolle.....Der Vergiftete kommt schreie ich in den Aufenthaltsraum. Schnell noch den Fluter angemacht und alle laufen raus....Jennys Vater winkt ab, bricht heulend zusammen und bringt nur noch ein ich war nicht schnell genug raus. Im Kofferraum ein lebloser Körper. Die Zunge ganz blau und die Augen weit aufgerissen. Nein man hätte nicht denken können, das dieser Hund einfach nur schläft...er ist elendig erstickt an einer Atemlähmung ausgelöst durch ein Pflanzenschutzmittel.....
Wie soll ich das meiner Tochter bloß klar machen? Völlig verzweifelt rang er nach Luft und immer wieder zwischendurch nach Erklärungen suchend. Wer macht denn so etwas der hat doch niemandem was getan nicht ein mal Katzen hat er gejagt. Auf mein Frage ob sie denn Nachbarn hätten mit denen sie nicht so gut klarkommen, dämmerte es langsam. Ja wir haben einen Nachbarn der kommt eigentlich im Winter fast gar nicht war aber heute da um nach dem Rechten zu sehen.Ob sein Haus noch steht nach dem Unwetter...Nein Tiere mag er nicht......
Völlig Fassungslos stieg der Mann wieder in sein Auto. Vorher habe ich ihm noch aufgetragen alles was er an Tieren noch Draußen hat sofern er sie anfassen kann wenn irgend möglich ins Haus zu nehmen. Da es um diese Uhrzeit zu dunkel ist um noch nach anderen Giftködern Ausschau zu halten ist das das einzige was man jetzt machen kann.Für den nächsten Tag trug ich ihm noch auf sich aus der Apotheke Atropin (Dies ist ein Antidot bei vielen Vergiftungen mit Pflanzenschutzmitteln) zu besorgen, damit er schon einmal die ersten Schritte einleiten kann und der Wettlauf mit der Zeit nicht verloren geht.
Die Familie hat sich immer schon um eine ganze Menge Katzen und Hunde gekümmert, sie füttern regelmäßig und bringen uns immer wieder Tiere zum Kastrieren.
Am nächsten Früh steht der Mann wieder vor unserem Tor im Auto einen Hund der eindeutig Anzeichen einer Vergiftung hatte. „Den habe ich eben gefunden er hat sich unter einem Busch verkrochen. Er hat auch schon Atropin bekommen“ Schnell trugen wir den völlig apathischen Hund in den OP. Sein Zustand war alles andere als Stabil. Er konnte seine Kopf nicht heben geschweige denn stehen. Drei Tage hing er an der Infusion ohne aber auch nur einen Bissen zu essen.
Immer wieder ging mir der Gedanke durch den Kopf was bleibt als Dauerschäden zurück. Erblindung Gleichgewichtsstörungen und, und....
Am fünften Tag setzte sich unser kleiner Kämpfer plötzlich hin und schaute ganz interessiert als ich mit Futternäpfen durch den OP ging. Na, da hat einer doch noch einen funktionierenden Geruchssinn... Kaum hielt ich ihm einen Futternapf unter die Nase, fing er auch schon an und wollte mal so richtig zuschlagen. Halt, halt, halt für dich haben wir ein Sondermenü. Schnell lief ich in die Küche und holet ihm Hähnchen mit Reis (Schonkost)...Da hättet ihr bei sein sollen, seien Augen wurden riesig, seien Nase wusste gar nicht mehr wo sie hin schnüffeln sollte.
Das hat geschmeckt. Das einzige was mir richtig Sorgen machte, war sein Kopf er neigte sich immer wieder zur rechten Seite und er konnte ihn fast nicht halten.....
Aber auch das sollte vorübergehend sein. Am Siebten Tag stand er dann und lief ein paar Schritte noch völlig vorsichtig auf dem rutschigen OP Boden. Allen fiel ein Stein vom Herzen. Nun war klar das er es geschafft hat.
Jetzt brauchen wir einen Namen für dich und da er so zart und zerbrechlich war, tauften wir ihn auf den wohlklingenden Namen Sari.
Was soll ich euch sagen, Sari geht es wieder gut er hat alles überstanden und läuft fröhlich in der OP Gruppe umher, spielt und freut sich über die Menschen. Ein wenig schüchtern ist er allerdings noch. Aber verglichen ,mit seinen Gesundheitsproblemen ist das kaum der Rede wert, die Zeit wird diese Wund heilen..

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Beitragvon Heidi Giourga » 22.02.2012, 15:33

Immer wieder müssen diese unschuldigen Geschöpfe so viel Leid ertragen das macht mich am meisten wütend. Unser kleiner Sari hatte ganz großes Glück daß er zu Euch auf die Station gebracht wurde.... ein ganz großes BRAVO an Euch alle.......viele Grüße Heidi.
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Beitragvon Jochem » 22.02.2012, 16:05

DANKE,DANKE,das ihr es geschafft habt.SARI ist ein sehr schöner junge.ich war das letzte mal 2006 in sarti,habe kaum hunde gesehen(ist klar warum),die ich gesehen habe waren in schlechtem zustand,ich versuchte damals eine von reude gezeichnete hündin einzufangen.das war mitten im ort.da waren einige einheimische dagegen,ich bekam ganz schön muffensausen.nix wie weg.dieser kleine hund wird nicht mehr leben,er geht mir nicht aus dem kopf.deshalb freue ich mich heute,dass es tierliebe griechen gibt,die sich kümmern.das lässt hoffen.für mich ist jetzt sari der lebende beweis.
Liebe Grüsse Jochem mit Temmy und Polly
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Beitragvon Conny K.-J. » 22.02.2012, 16:50

Was für ein hübscher Bursche! Wie viel Glück hat er gehabt, über die tierlieben Griechen zu Euch zu kommen!!!
Der Hund ist das einzige Wesen auf Erden, welches Dich mehr liebt als sich selbst
Liebe Grüße
Conny und Sandy

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Beitragvon rumpelsturz » 22.02.2012, 18:13

Sari ist ein wunderschöner Hund. Toll, daß er das verdammte Gift
überlebt hat. Ein dickes Danke an euch und eure tolle Arbeit und
einen großen Schmatzer an Sari...weiterhin alles Gute... :D
rumpelsturz
 

Beitragvon franzi » 22.02.2012, 19:17

Ich kann mich auch nur den Worten meiner Vorredner anschließen. Sari hat es geschafft !!!

Gruß Franzi
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Beitragvon Alexa » 22.02.2012, 21:12

So ein schönes Tier!! Ich verstehe einfach nicht,wie Menschen so sein können!!!
Muß man glaube ich,auch nicht!
Gut,dass es einige Griechen gibt,die das Herz auf dem rechten Fleck haben u ihr so taff seid!!
Glg Alexa
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Sari

Beitragvon samira » 24.02.2012, 14:28

Das Leben geht weiter,scheint Sari sich zu denken und er hat Recht!
Er genießt seien Aufenthalt bei uns auf der Station wie ein Großer, versteht sich mit seien Artgenossen und genießt mit ihnen zusammen die angenehmen Seiten des Lebens.....

Ein richtiger Tag zum Faulenzen findet Sari.
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Queeny und Petrulla sagen auch das gleiche...
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Na das artet ja zum Gruppenzwang aus....
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Zuletzt geändert von samira am 24.02.2012, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon rumpelsturz » 24.02.2012, 14:39

Das sind doch mal schöne Nachrichten. Wir freuen uns hier mit. :lol:
rumpelsturz
 

Beitragvon Susanne » 24.02.2012, 15:01

Die Hunde scheinen wie wir Menschen die ersten Sonnenstrahlen sichtlich zu geniessen und das tut dem Sari sicher sehr gut !
Liebe Grüße
Susanne
Liebe Grüße
Susanne

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie Sie die Tiere behandelt
Mahatma Gandhi
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Beitragvon Alexa » 24.02.2012, 16:12

:popsmilies_snooze: ...probiers mal mit gemütlichkeit :popsmilies_violin: mit ruhe u gemütlichkeit...das ist aber eine entspannte gesellschaft.Schön!

Lg Alexa
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Beitragvon saiiky » 24.02.2012, 18:37

Da kann man ja glatt ein wenig neidisch werden!
Auf jeden Fall hat´s jeder einzelen da verdient in der Sonne zu dösen!! 8)
saiiky
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Beitragvon Heidi Giourga » 24.02.2012, 22:55

Hallo Ihr Lieben in Nikiti, der Sonnenanbeter auf dem letzten Foto ist das nicht der Welpe von Kukla????!!!!!
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Beitragvon Ursula » 15.04.2012, 06:08

Ist das ein freudiger Anblick :lol: !!!!!!!
Liebe Grüße
Uschi

Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.
(Moliére)
Ursula
 
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