Bericht ist von Samira!!!!
Jedes mal aufs neue schockt uns alle das Gift...
Man sollte glauben das man sich im laufe der Jahre irgendwie daran gewöhnt hat...Aber es ist immer wieder erschreckend die " barbarische Gewalt " die Menschen den Tieren hier antun.
Mittlerweile gehört es auf Grund unserer täglichen Tierschutzarbeit kastrieren in unserem Handlungsradius nicht mehr zu unserem Alltag so wie noch vor zehn Jahren. Damals gab es in manchen Dörfern regelrechte Vergiftungswellen, denen dutzendweise die Hunde und Katzen zum Opfer fielen. Ich kann mich noch erinnern wie wir uns sogar ein Blaulicht angeschafft haben damit wir die Vergifteten Hunde und Katzen so schnell wie möglich aus den umliegenden Dörfern auf die Station befördern konnten.Das war dann fast so wie „Fließbandarbeit“ alle behandeln und dann immer wieder die bangen Stunden und Nächte: „schafft er es oder nicht.....“ Es hat einem schier die ganze Hoffnung auf einen Schlag genommen und ich kann mich erinnern,das es mir nur noch schlecht gewesen ist und ich mich vor der menschlichen Spezies geekelt habe, die zu so etwas fähig ist......
Längst haben wir nicht mehr diesen Alltag und ich glaube es schockt uns daher heute um so mehr wenn irgend ein Unmensch seine Finger dazu benutzt um Giftköder auszulegen....Es bleibt einfach für Vier und Zweibeiner eine gemeine,feige,hinterhältige und viel Leid bringende Angelegenheit.
Dieses Jahr meldet sich ein Dorf (Metamorphosis) zurück, das schon vor Jahren für mich ein rotes Tuch war.
Eine lange Zeit haben wir unter Hilfsmaßnahmen und Aufklärung der Bevölkerung die Situation der Tiere auf der Straße einigermaßen erträglich machen können. Immer wieder holten wir die neuen ausgesetzten Hunde zu uns auf die Station so das es keinen Anstieg der Hundepopulation mehr geben konnte. Auch animierten wir viele Bewohner ihre Hunde kastrieren zu lassen...
Diese Jahr allerdings scheint vielen Griechen das Wasser bis zum Hals zu stehen und da dieses Dorf vom Tourismus lebt und es diese Jahr nicht so rosig aussieht, kam der eine oder andere auf die Idee das man doch diese Streuner im Straßenbild besser „wegräumen“ sollte. Denn wie immer muss doch ein Schuldiger für die Misere gefunden werden....
Die wenigen Streuner die dieses Dorf noch hat sind fast alles alte „Hasen“, der Straße die teils durch die tierlieben Einheimischen und teils von uns versorgt werden.
So wie der in die Jahre gekommene Mavrouli (ca 10-11 Jahre).Ich kenne ihn schon von Anfang an, seit er auf der Strasse auftauchte.auch er blieb nicht verschont,und so kam er mit schwersten Vergiftungen zu mir auf die Station, wo wir tagelang um sein Leben kämpften.Endlose Stunden und schlaflose Nächte quälten mich immer mit der Angst Mavrouli wird sterben.Diese Schmerzen die das Gift den Hunden zufügt kann man nicht beschreiben.Mavrouli ist einer von wenigen der überlebt hat!!Einige aus seinem Rudel sind nicht auffindbar.Wir suchen weiter.....
sowie unsere ca 2 jahre junge lulu.während der giftanschläge mußten wir sie zum kastrieren hoch auf die station holen.ein zurück bringen von lulu wäre wahrscheinlich ihr tod gewesen, darum behielten wir sie bei uns.allerdings können wir ihren sohn nicht finden!!!
zu den überlebenden dieser erbärmlichen giftaktion gehört auch unser rex.er ist ca 7-8 jahre alt.auch er kam wie mavrouli mit schwersten vergiftungen auf die station, und es wurde tagelang um sein überleben gekämpft.sollte sich jemand in unseren rex verlieben, sollten es bitte"hundeerfahrene menschen sein



