Drei Jahre ist es nun her, dass wir versuchen Kukla einzufangen damit sie endlich kastriert werden kann. Vor drei Tagen ist es endlich gelungen…..
Mit allen Tricks die wir auf Lager haben versuchten wir es ohne Erfolg.
Kokla eine sehr schlaue Überlebenskünstlerin hat sich immer wieder aufs neue „wiedersetzt“. Auch mit dem Blasrohr hatten wir keine Chance sie war immer so schnell aus der Reichweite das es nie zum Abschu0 kam. Sie hat uns sehr wahrscheinlich schon an der Nasenspitze angesehen, dass wir irgendetwas im Schilde führten und schon war sie wieder wie ein Schatten ihrer selbst verschwunden. …
Immer wieder mussten wir mit ansehen wie ihr Bauch dicker und dicker wurde. Dann immer die verzweifelte Suche nach ihren Kindern. Wo hat sie sie diesmal versteckt. Niemals haben wir dieses Versteck gefunden. Wir sahen ihre Welpen immer dann zum ersten Mal wenn sie denn „flügge“ geworden sind. Dann war es zu spät. Denn sie hatten schon vollständig das Verhaltensmuster ihrer Mutter angenommen. Meide den Kontakt mit dem Menschen bewege dich wie ein Schatten und wenn es geht laufe nur nachts herum…
Wie viele sie geworfen hat konnten wir auch nie herausbekommen. Im Schnitt haben es immer drei oder höchstens vier geschafft.
Kokla wurde immer und überall verscheucht keiner wollte das sie sich zeigte, kaum legte sie sich mal an einer Hausmauer nieder, da hagelte es aber auch schon schlimme Wörter und noch ganz andere Dinge. Kein Wunder das sich diese Hündin eine eigene Überlebensstrategie aneignete.
Aber eine Frau hat nicht aufgegeben. Heidi eine tierliebe Deutsche die in Agios Nikolaos mit ihrem Griechischen Mann ein kleines Ferienhaus hat. Sie schaffte es nun denn die vorletzte Kindergeneration mit samt Mama teils in ihren Garten und teils in ihren Vorhof mit Freschen zu fesseln. Das ging dann so zwei Monate bis wir zumindest die Kinder die dann auch schon sechs Monate alt waren mit dem Blasrohr schießen konnten. Zur selben Zeit war die Mutter Kukla schon wieder verantwortungsvolle Mutter von wir wissen nicht wie vielen Hundewelpen und kam nur immer heimlich zum Fressen. (Die Blasrohraktion könnt ihr hier nachlesen: http://animalpardnet.forenking.com/t961 ... olaos.html )
Heidi hat es mit ihrer Ausdauer geschafft nach so langer Zeit das Vertrauen dieser Hündin zu gewinnen. Sie konnte sie anfassen und streicheln und ihr sogar eine Leine an ihr Halsband anklicken und sie am Baum in ihrem Garten befestigen, so dass wir dann nur noch kommen mussten um sie „runter zu pflücken“. So etwas hat es in all den Jahren noch nie gegeben. Alles lief in voller Ruhe ab und es gab auch keine Panik von Koklas Seite aus, als ob sie es endlich eingesehen hätte, dass es nun denn doch besser ist wenn sie jetzt kastriert wird.
Einen Tag zuvor holte sich Heidi eine große Box bei uns ab und sagte ganz salopp ich werde euch dann am besten vorher ihrer drei Welpen einfangen. Gesagt getan. Diese drei Welpen mal am Rande erwähnt sind mindesten genauso scheu wie die Mutter, aber mit den Tricks der „Erwachsene“ kenn sie sich noch nicht so gut aus also gingen sie auch schön brav wie geplant in die mit Futter ausstaffierte Box und Zack war auch schon die Tür zu.
Kukla ist mittlerweile wieder in Agios Nikolaos und wird weiterhin von Heidi versorgt bis diese dann auch Griechenland für den Winter verlässt und nach Deutschland fliegt.
Kukla hat es uns allerdings auch nicht übelgenommen das wir sie für zwei Tage bei uns hatten und ließ uns sie zum „Abschied“ tatsächlich sanft über ihren Kopf streicheln.
Heidi hatte dann eine super Idee wo wir Kokla und ihre „Verwandtschaft“ im Winter füttern können.
Nicht unweit entfernt befindet sich ein etwas baufälliger Stall und hier werden jetzt täglich die Näpfe reichlich gefüllt. Wie wir von Heidi erfuhren wurde der Stall den ganzen Sommer von einem miesen Jäger benutzt. Hier „bewahrte“ er seie Jagdhunde an kurzen Ketten auf und wie ihr an den Bildern sehen könnt hat er sie ordentlich mit leeren Hundefutterdosen eingemüllt und sie mussten bei der Hitze auch noch in ihrem mehrere Schichten hohen Kot leben. Heidi fasste sich ein Herz und mistete den Stall aus. Das Ergebnis nach schwerer Schufterei mehr als 10 tonnenschwere Müllsäcke.
Nach unseren Recherchen stammt Kokla und ca. sechs andere Hunde ursprünglich von einem Schäfer der vor etwas mehr als drei Jahren plötzlich verstorben war . Seien buckelige Verwandtschaft machte schnell alles zu Geld und verkaufte die Ziegenherde. Die Hunde ließen sie unversorgt umherirren. Und schon füllt sich ein Dorf unkontrolliert mit Hunden.
Ein sehr anschauliches Beispiel das stellvertreten ist für viele andere……
An dieser Stelle vielen herzlichen dank an Heidi die es zum Guten umwandelte. Aber seht selbst...
Kokla am baum mit den katzen
kokla schläft
Koklas drei Kinder
und die Angst ist ihr ständiger Begleiter...
Man sieht ihnen den Hunger an...
und immer wieder diese Angst
Die Futterkrippe vorher...alles voller Dosen...und Müll
und Unmengen an Kot
noch mehr Müll...
Dreck.....
Sauber!!!
Das "Traumhaus"schön luftig und Sonnenstrahldurchflutet
richtig einladend finden es nun die Hunde sogar Fressnäpfe gibt es




glg alexa