Er hat zwar noch keinen Namen aber wir alle haben das Gefühl als ob er immer schon bei uns war.
Der Setter Rüde ist so ein sanfter Vertreter seiner Art, wir konnten ihn seit gestern mühelos in die OP Gruppe integrieren. Völlig hungrig wurde er gefunden und ließ sich, wen verwundert es mit ein paar Hundekrümels ohne weiteres ins Auto heben. Er wollte einfach nur etwas zu Essen haben. Man sah es ihm auch an seiner Figur an das er schon seit längerem Mühe hatte über die Runden zu kommen. Seine Rippenknochen und Hüftknochen standen hervor. Ansonsten ist er ein völlig Menschen bezogener absolut liebenswerter Hund. Er verträgt sich mit allen und zeigt nicht mal im Ansatz ein typisches „Rüdenverhalten“. Eigentlich hätte er wegen seiner friedfertigen Art den Namen Gandhi verdient…
Gesehen habe ich den Rüden vor ca. drei Wochen das erste Mal auf der Hauptstraße in Richtung Marmaras. Damals muss er frisch ausgesetzt worden sein, denn er lief ziemlich waghalsig und ziellos durch die Gegend und wechselte dabei auch noch immer wieder die Straßenseite. Ich hielt mit dem Auto an und versuchet ihn einzufangen, denn wenn ein Hund so rumläuft endet es bei der Fahrweise vieler Griechen meist mit einem Unfall mit diversen Knochenbrüchen. Mir war es damals nicht möglich den Setter einzufangen ohne das Risiko einzugehen ihn völlig in Panik zu versetzen und damit sein Leben zu gefährden. Die Straße war vielbefahren. Leider hat ihn dann keiner von uns je wieder zu Gesicht bekommen….Oft werden die Jagdhunde von den Jägern in ein Jagdrevier mitgenommen in dem sie völlig Ortsunkenntlich sind und dann verlaufen sie sich und wenn der Jäger meint er hat lange genug auf seinen Jagdhund gewartet, dann fährt er einfach wieder und lässt seien Hund zurück. Diese wandern dann umher und irgendwann plagt sie der Hunger und wenn sie Glück haben und in der Nähe eine Ortschafft ist, dann finden sie hier wenigstens Abfälle zum Essen. Haben sie Pech und sie sind weit Außerhalb mit ihrem „Herrchen“ auf die Jagd gegangen, dann blicken sie oft einem furchbaren Schicksal entgegen, gezeichnet von Hunger und den Gefahren von furchtbaren Unfallverletzungen sterben sie völlig entkräftet.
Nicht unser Setter Junge er hat es geschafft und lebt und kann wieder hoffen……
Hier seht ihr ihn mit Janosch, die beiden sind ein Herz und eine Seele





