Wieder ein mal ein Beispiel für die Willkür der Menschheit.
Ein junger Rüde der nicht ein mal ein Jahr alt werden durfte, ausgesetzt und gezwungen die „Karriere“ als Straßenhund zu durchlaufen. Aufgrund seines jungen Alters noch völlig unerfahren wollte er die Welt entdecken und ihr etwas positives abverlangen......Einige Tierliebe oder zumindest Menschen die etwas Erbarmen mit dem Lebewesen hatten ließen ihm ab und zu etwas essbares zukommen... So war er zumindest vor dem Hungertot bewahrt.....dann kam er auf die Idee ich könnte ja auch mal versuchen auf „eigenen“ Füßen zu stehen.....
In der nähe durchstöberte er das was die Menschen aus Bequemlichkeit nicht in die hohen Mülltonnen geschmissen haben, sondern daneben warfen....nun ja ganz reichte es nicht an manchen tagen knurrte der Magen schon ganz schön.....aber das Leben kann doch nicht nur aus der Futterbeschaffung bestehen dachte er immer noch dem Leben positiv gegenüber eingestellt. Ich versuch mal meinen Genen entsprechend auch mal Hund zu sein...ein wenig Bellen vielleicht.. langweilig.....vielleicht mal den Jagdinstinkt ein wenig austesten....hat ja den Vorteil das man Beute machen könnte und das Knurren für eine Weile aufhört....
So geschah es dann... eine Herde Schafe zogen jeden Tag an seinem „Stammplatz“ vorbei. Warum nicht mal so ein Schaf jagen macht bestimmt Spaß......
Ja, es war mal was anderes die rannten alle so schön weg.....
Der Schäfer sah sich das Spiel ein mal an,dann fragte er in der Nachbarschaft wem der Hund gehöre.....keinem wie sich herausstelle, wir kennen ihn nur er ist seit dem Sommer hier....der Schäfer sah sich berechtigt den Vierbeiner als Freiwild anzusehen.... und hatte sich für den nächsten Tag entsprechend gerüstet....er fand das er mit seinem Gewähr schon immer eine gute Figur gemacht hat und verließ das Haus mit seiner geladenen Waffe lässig über die Schulter gehängt....Der junge Hund dachte sich nichts dabei und begleitete freudig die Herde ein Stück, dann kam er auf die Idee, das Spiel von gestern könnte ich doch mal wiederholen....
Jetzt wirst du mal erleben was ein Mann alles kann, dachte sich der Schäfer und zielte auf den Hund.. ein Schuss und der Hund viel erschrocken und vom brennenden Schmerz ganz wirr zu Boden....hier blieb er liegen und konnte sich einfach nicht mehr von der Stelle bewegen.....Stunden später wurde er entdeckt und landete dann nach vielem hin und her bei einer Tierärztin die meinte sie wüsste nicht was sie machen soll. Immerhin spritzte sie ihm etwas Kortison so das er wenigstens ein wenig Schmerzlinderung hatte....
Die netten Menschen legten ihn dann unter einen Baum in der Nähe und stellten ihm Essen und Trinken hin......der Hund hatte keinen Appetit.....und so quälte er sich Vier Tage...bis dann jemand auf die Idee kam uns zu kontaktieren.....
Ich sprach mit der Tierärztin und musste schnell feststellen das sie seinen Zustand nicht richtig einordnen konnte oder wollte.... auf meine Frage ob der Hund gelähmt sei, wo denn der Schuss ihn getroffen habe, bekam ich nur die Antwort das der Hund sich nicht von der Stelle bewegen könne und unter sich machen würde....
Da der Hund weit von uns entfernt war forderte ich sie auf den Hund doch bitte von seinem Leid zu befreien....darauf hin die Tierärztin ich habe kein Eischläferungsmittel.... dann bestellen sie sich doch bitte eins antwortete ich.....es ist im Augenblick keins erhältlich meinte sie....mir platzte der Kragen und ich forderte sie auf bei einem Kollegen welches zu besorgen, es kann doch nicht sein das kein Tierarzt Einschläferungsmitte habe. Ich nannte ihr den Namen meines Tierarztes.
Die Gute Tierärztin empfand es anscheinend als schicklicher den Hund seinem „Schicksal“ zu überlassen......Nach langem hin und her fanden wir eine Möglichkeit den Hund zu uns zu holen.......und da war er nun mit einem glatten Durchschuss direkt an der Wirbelsäule....hier war leider nichts mehr zu machen....außer ihn von seinem Leid zu befreien.....
Der Schäfer hatte einen gezielten brutalen Schuss abgegeben und sein Leben zerstört....das nicht ein mal richtig begonnen hatte.....
Der namenlose Hund sollte nicht um sonst gestorben sein, das kann doch nicht sein. Ich rief die Menschen an die den Hund kannten und sich zumindest in Ansätzen im Rahmen ihrer wie auch immer beschränkten Möglichkeiten gekümmert haben und bat mir doch bitte den Namen des Schäfers zu nennen.....Fehlanzeige, eben noch heulte die Frau, das der namenlose Hund eingeschläfert werden musst und als es darum ging einen Menschen das Handwerk zu legen der dem selbigen das Leben genommen hatte, kam nur noch ein Gestammel und Gefasel, nein das können wir nicht machen dann bekommen wir Ärger mit ihm und wer weiß was er dann macht....
Ende der Fahnenstange......
Jetzt versuchen wir über Umwege den Schäfer Dingfest zu machen, denn jemand der so Brutal „Selbstjustiz“ an einem Vierbeiner übt gehört ein für alle male gestoppt....




