Heidi Giourga hat geschrieben:Dieser Winter ist außergewöhnlich kalt, es fällt sogar Schnee und ich habe nur ein schlammiges Bett unter dem Anhänger ohne jeglichen Windschutz. Zum Glück habe ich meine Freundin Kukla ( siehe es mußte 3 Jahre dauern um gut zu werden) und noch einen menschenscheuen schwarzen Streuner die in der Nacht bei mir schlafen und mich so vor dem Erfrieren retten. Zu Essen bekomme ich auch nur sporadisch, manchmal nur 1x pro Woche. So verbringe ich den wohl schlimmsten Winter meines Hundelebens. Mein Körper besteht nur mehr aus Haut und Knochen und Wunden. Die Sonne wird langsam wärmer, der Frühling ist in`s Land gezogen und eines Tages findet mich wieder diese sympathische Frau ohne Futter und ohne Wasser. Von nun an bekomme ich regelmäßig zu essen, der Anhänger wird in eine Hundehütte umfunktioniert mit Dach gegen Regen und Sonne und trockenen Holzdielen. Meine Wunden werden versorgt und das erste Mal lerne ich an der Leine zu gehen, jeden Tag etwas weiter. Als ich kräftig genug war werde ich nicht mehr angehängt. Aber irgend wer vom Dorf kettet mich immer wieder an weil ich angeblich nach Kindern schnappe.
Heidi Giourga hat geschrieben:Das Einzige wonach ich schnappe sind vorbeifliegende Käfer um das Essen aufzubessern. Apropo Essen: Kukla hungert auch aber Essen teilen so etwas kenne ich nicht da hört die Nächstenliebe auf. So komme ich jedes Mal an die Kette und in sicherer Entfernung vor meinem Heißhunger wird eine Tüte mit Essen deponiert. Wenn kein 2-Beiner in Sicht ist schnappt sich Kukla die Tüte und verschwindet im sicheren Gestrüpp. Diesen Sommer lerne ich auch Baden kennen, bislang war Wasser nur zum Trinken da. Mein erstes Bad soll im Brunnentrog sein, verzweifelt stemme ich mich gegen die Rückwand aber dann lasse ich alles über mich ergehen. Einige Male werde ich im Garten der Frau mit Shampoo geschruppt. Im Hochsommer bekomme ich täglich meine kühle Dusche vor der Kapelle in der Nähe vom Ziegenstall wo es einen Gartenschlauch gibt dann werde ich wieder zur Mittagssiesta an meiner Villa angehängt. Die Sommermonate muß ich da durch.
Heidi Giourga hat geschrieben:Als es wieder ruhiger wurde im Dorf und die Frau wieder weg mußte läßt sie sich von einem tierlieben Griechen und seiner Frau das Versprechen geben daß ich nie wieder im Winter angekettet werde und regelmäßig gefüttert werde und dieses Versprechen wurde auch gehalten. Seither bewege ich mich frei im Dorf und bis auf kleine Zwischenfälle führe ich ein geruhsames Leben. Neuerdings gibt es sogar Catering beim Ziegenstall von APN und im Moment lerne ich die Station von innen kennen. Aus welchem Grund? das wird Euch Samira erzählen wenn sie eine freie Minute findet. Für heute grüßt Euch Euer Dodori Canellis (mein Zweitname)
Jochem hat geschrieben:heidi,meine augen verschwimmen wieder etwas,dass macht probleme beim lesen.ganz grosse klasse was du da wieder geleistet hast.wie alt ist er denn?hat dodori ein glück auf der station zu sein,dann noch einen kumpel wie peter.es kann nur aufwärts gehen.danke heidi und danke samira.

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DODORI....nach einem Jahr auf der Station Forum: Newsticker Autor: Heidi Giourga Antworten: 41 |
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