Die Ereignisse der letzten vier Tage..




Aktuelles rund um Nikiti

Die Ereignisse der letzten vier Tage..

Beitragvon Cerberus » 31.01.2011, 14:47

16 Jul 2010
Samira hat geschrieben:So jetzt habe ich ein wenig Zeit und kann mal versuchen auszugsweise in Kürze wieder zu geben was in den letzten Tagen alles so geschehen ist.

Vor Vier Tagen
haben wir unter schwierigen Umständen drei neue Hunde aufgenommen. Es sollten eigentlich nur zwei sein. Aber wie das halt so ist.
Ich bekam einen Anruf von Deutschen Touristen die in Paralia (das ist ca 250Km von uns entfernt) in einem Hotel Urlaub machten. Sie hatten sich in eine Hündin, die in ihrer Hotelanlage lebte, verliebt. Diese Hündin schien auch völlig von diesen Menschen begeistert zu sein und ließ sie vom ersten Tagg an nicht mehr aus den Augen.
Über Umwege fanden diese lieben Menschen unsere Tel. Nummer raus. "Wir möchten gerne eine Hündin mit nach Deutschlend nehmen."
Samira freut sich natürlich und bietet alle Hilfe an die sie erbringen kann.
Das einzige was ich leider nicht übernehmen konnte, war die Überbringung des Hundes nach Nikiti auf die Station. Wir sind einfach zu voll als das ich im Augenblick aber auch nur einen Mann oder eine Frau entbehren könnte. Denn Hin und Zurück wären das ja über400 Km also eine Tagesreise. Da diese Tierlieben Menschen aber dummer Weise Urlaub in einer Gegend machten, in der man auch kein Mietauto nehmen konnte und hier in Griecheland kein Taxifahrer aber auch nur im Traum daran denkt einen Hund zu transportieren, gestaltete sich alles sehr schwierig.
Nach langem hin und her sah ich nur noch die Möglichkeit das einer der Touristen mit dem Bus nach Thessaloniki fuhr und sich dort einen Mietwagen nahm; und so geschah es dann auch. Zwischenzeitig hatte sich aus dem selben Hotel noch ein Pärchen gemeldet, sie wollten einer anderen Hündin ein Neues Zuhause geben. Kurzerhand machte ich den Vorschlag beide Parteien können sich doch so auch noch die Kosten für den Mietwagen teilen und gleich beide Hunde in einem nach Nikiti bringen.
Gen Abend fuhren sie dann auch los. Geschetzte Ankunft bei uns auf Station sollte dann um 22:30 Uhr sein.
Dann bekam ich einen Anruf von Unterwegs und wurde am Telefon Zeuge eines der schrcklichsten Erlebnisse die ein tierlieber Autofahrer machen kann. "Um Gotteswillen da läuft ein Hund kreuz und Quär auf der Autobahn herum was soll ich machen?? keiner Bremst"

Ich beruhigte erst einmal und wies darauf hin das es nicht nur für das Tier sondern auch für den Menschen ein riesiges Risiko ist einen Hund auf der Autobahn einzufangen. Rechts ran fahren Warnblink an und ganz langsam auf den Hund zugehen, abschätzen ob der Hund Angst hat und dadurch vielleicht erst recht noch auf die Fahrbahn getriben wird.
Leider bremsen die Griechen sehr selten, wenn sie ein Tier auf der Straße sehen. Ein Grieche hat mir das mal erkärt "Der Hund sieht doch das ich da mit dem Auto komme, der wird schon wegrennen und wenn nicht dann hat er halt Pech!!
Dieser Hund hatte Glück!! Er wurde eingefangen und landete nach einer Höllen Tour unbeschadet bei uns.
Um 23:15 Uhr konnte ich die drei Hunde bei uns Willkommen heißen.
Die eine heißt Gipy, die andere Allepou (grieschiches Wort für Fuchs) und der Glückspilz von der Autobahn soll nach seinem Finder Bandito heißen.
Mittlerweile ist Gipsy schon in Süd Deutschland .
Alepou und Bandito sind schon kastriert und haben auch schon ihre erste Impfung. Alepou hat leider eine Geschlechtskrankheit und muß einen Monat therapiert werden. So lange bleibt sie bei uns und kann dann hoffentlich zu ihren Adoptiveltern ausfliegen und ein neues Leben starten.
Die Geschichte von Allepou und Bandito werdet ihr hier im Forum weiter verfolgen können.



Vor drei Tagen.
Morgens um 9:00Uhr ein Hupkonzert vor dem Tor. Alle Hunde bellten denn um diese Zeit hat doch keiner wie ein Irrer zu Hupen..
Es war ein kleiner PKW. Als ich zum Tor ging sah ich einen älteren Griechen völli naßgeschwitz aussteigen. "ich habe da ein paar Tier im Auto, die wollte ich zum Kastrieren zu euch bringen." Ganz verdattert kramte ich in meinem Kopf herum sollte ich einen Kastrationstermin vergessen haben ?? Mir fiel nichts ein auch den Name des Mannes sagte mir nichts.
Als ich in das Auto reinschaute traf mich der Schlag. Ich habe ja schon viel gesehen aber das...Von der Innenausstattung des wagens war nicht mehr viel zu sehen. das Auto war von Forne bis Hinten mit Hunden und Katzen voll gestopft.Das bei der Affen Hitze mir wurde schlecht.
So jetzt kühlen Kopf bewahren alles erst einmal sondieren."Wo kommst du denn her?" Antwort aus Gerakini. Das ist ca 28 km von uns entfernt.
"Samira du kannst die Tiere jetzt nicht wieder retur schicken, dann haben sie diese Strapaze hinwerts ja um sonst gemacht." hörte ich mich denken.
Die Station ist übervoll wo soll ich sie unterbringen.
So jetzt schnell die Tiere müssen erst mal aus dem "Backofen"raus. ich bat den Mann in den Hof rein zu fahren.Dann Packten wir mal alle aus und versuchten sie in unserem OP zwischen zu lagern. Die Hund waren teilweise zu viert in eine kleine Box gefercht, hatten alles unter sich gemacht was ging und konnten vor lauter Hecheln nicht einen Monent den Körper ruhig halten. Auch die Katzen waren zu dritt in den kleinen Käfigen.
damit nicht genug unter den Hunden befanden sich dann auch noch zwei ca 3 monate alte Welpen. Die sollten auch Kastriert werden.
Ich machte dem Mann klar das die noch zu jung sind und er sie bitte wieder mit nehmen soll. Ok! kann man immer noch später kastrieren.
"Ja und da habe ich noch einen Welpen den habe ich auch von der Straße, der ist angefahren und kann sien Vorderbei nicht richtig bewegen."
den hatte ich erst gar nicht gesehen er saß zusammen gekauert im Fußraum.
Ich machte dem Mann klar das er bitte die ganzen Welpen wieder einladen soll und nach Nea Moudania zum Tierarzt fahren soll. Dort kann er den einen Welpen untersuchen lassen und wenn er etwas gebrochen hat kann er erst ein mal Notversorgt werden.
Mit diesem übereifrigen Menschen der die absolute Ausnahme ist die die Regel bestätigt vereinbarte ich, das er dann bitte am Abend wieder kommen soll und die Kastrierten Tiere bitte wieder abholen soll, denn wir haben keinen Platz mehr um aber auch nur eines hier zu behalten.

Schnell noch die Handynummer und seinen Namen und zur Sicherheit auch noch die Autonummer aufgeschrieben und nichts wie in den PO.
Am Ende des Tages waren dann fünf weibliche Hündinnen drei Rüden und sieben Katzen kastriert.
Der Mann kam pünktlich und holte seine riesen Familie ad. Den Welpen hat er auch zum Tierarzt gebracht. Er hat einen älteren Bruch in der Schulter der dann geschient wurde damit der Knochen richtig verheilen kann.

An diesem Abend bin ich tot müde aber völlig glücklich ins Bett gefallen.
Immer wenn ich an diesen Mann gedacht habe, erschien es mir wie im Märchen. Wenn doch wenigstens noch ein paar Menschen mehr solche Aktionen starten würden, dann hätten wir genau wie an diesem Tag unzähliges geborenes Leid verhindern können.


Vor zwei Tagen
das Telephon hörte nicht auf zu klingeln , manchmal Festnetz und Handy zusammen. Von überall aus wurden uns Hunde gemeldet. Will sagen aus ganz Griechenland. Es waren überwiegend Touristen die unser Tel. Nummer aus dem Internet hatten. Ich versuchte ihnen Kontakte zu Tierschützern oder Tierärzten in der nähe ihres Urlaubsortes zu geben. Zum Teil waren sie 600Km von uns entfernt selbst wenn wir gewollt hätten wäre ein direkte Hilfe unserer Seits nicht möglich gewesen.
Hier wurde mir noch mal richtig klar, das es einfach noch ganz viele "Rettungsinsel" für die Straßenteire geben muß.
Es fehlt hier gänzlich die Infrastruktur nicht nur in vielen Fällen für die Menschen aber vor allem für die Tiere.


Vor einem Tag
das war der katzen Tag sagten Heike und ich Abends als wir uns gegnseitig gute Nacht wünschten.
Angedacht waren katzenkastrationen. insgesamt sollten es um die zehn katzen aus Batropesdi ein Dorf ca 15km von uns entfern sein. Es wurden uns dann 14 gebracht. Macht nichts.
Fatzit die meisten dieser katzen hatten katzenschnupfen zum Teil fehlte ihnen auch schon ein Auge. Um so wichtiger war es diese Tier zu kastrieren, denn so konnten die Muttertiere diese Krankheit nicht gleich über ihre Nachkommen verbreiten; und es bestand noch Hoffnung das diese Krankheit nur in dieser katzenkolonie blieb. Wir versorgten die Mietzen so gut es ging, behandelten sie gegen Ohrmilben und gegen Parasieten aller Art. Es ist immer wichtig das die, so wie so schon angeschlagenen Tiere von allem was ihr Imunsystem schwächt befreit werden.
Dies wars erst ein mal in Kürze Samira
Cerberus
 

von Anzeige » 31.01.2011, 14:47

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