Sonne, Sand und Strand das sucht jeder in Griechenland. Ausgesetzte Hunde und Katzen, das findet man leider auch in Griechenland. Bei meinem ersten Besuch am Strand von Kalamitsi liefen dort zwei kleine propere gesunde Welpen herum. Zwei kleine süße Mischlinge, Foxterriermädchen. Eine Woche später waren die beiden schon ziemlich abgemagert und bettelten die Leute an. Nun gibt es im Oktober kaum noch Touristen und mir war klar, dass etwas mit den Welpen geschehen muss. Hätte ich sie nur gleich mitgenommen. Zwei Tage später fand ich die Hundewelpen am Strand; eines auf einem Auge fast blind, viele Schrotkugeln im Gesicht, völlig verängstigt und verhungert. Ihr Schwesterchen hatte das rechte Vorderbein gebrochen (vielleicht angefahren, vielleicht getreten) und alles voller Schrotkugeln. Sie schleppte sich zum Wasser und trank das Salzwasser. Ein paar Kinder fütterte n sie mit Keksen. So würden sie nicht mehr lange leben. Also ganz schnell ins Auto mit den beiden armen Kreaturen und auf den Weg nach Nikiti zur Tierhilfe (http://animalpardnet.de) Und es kommt wie es kommen muss, das Heim ist mit über 130 Hunden völlig überfüllt, kein Platz für meine beiden kleinen armseligen Kreaturen. Sie lagen völlig apathisch in meinen Armen. Die Tierärztin konnte ihnen so einige der Schrotkugeln rausdrücken, ohne dass sie sich gerührt oder gewährt hätten. Welches Tier lässt sich ohne Betäubung das gefallen? Wie verzweifelt waren diese beiden Kleinen? Schon mit ihrem jungen Leben abgeschlossen? Ich konnte es überhaupt nicht fassen und weine selbst jetzt beim Schreiben noch. Was machen? Ich hatte keine Ahnung was zu tun ist. Die Tierärztin bat mich, die beiden kleinen Welpen wieder mitzunehmen und für ein paar Tage zu betreuen, bis Platz im Heim ist. Ausgerüstet mi t Medikamenten und "Gebrauchsanweisungen" also wieder zur&uu! ml;ck in unsere Ferienwohnung. Gefüttert, gestreichelt, mit Medikamenten versorgt und die beiden kleinen Racker wurden von Tag zu Tag munterer. Schon ein paar Tage Pflege haben ihren Lebenswillen wieder geweckt und nun sind sie auf einem guten Weg, wieder normale kleine Hunde zu werden, die toben und spielen wollen.
Beide leben noch auf der Station und wenn Samira wieder in Nikiti ist, werden wir Bilder bekommen



